Sendungen 2008

16. Dezember 2008 Zwangsheirat? Gewalt an Frauen? Bei uns doch nicht!
02. Dezember 2008 Große Koalition revisited
18. November 2008 „Alle Jahre wieder“
04. November 2008 „Fragt uns, wir sind die letzten.“ Rudolf Gelbard – „Der Mann auf dem Balkon.“
22. Oktober 2008 Ein Nationalfeiertag – doch wozu?
07. Oktober 2008 Demokratie? Ausgeschlossen!
25. September 2008 Ganz links im Gespräch
11. September 2008 Wien hat ihre Tage
28. August 2008 Wie böse ist die EU?!
14. August 2008 Arme Hascherln?!
31. Juli 2008 34.000 – Kurzer Prozess im Asylbereich
17. Juli 2008 Asylpraxis hierzulande
03. Juli 2008 Feindbild AsylwerberInnen
19. Juni 2008 Und der nächste Sommer kommt bestimmt…
5. Juni 2008 Weiblich, Spitzenfußballerin, Idol?
22. Mai 2008 „Aufgeklärtes, fortschrittliches Abendland“ oder: vom aktuellen Moscheebauverbot in Österreich
8. Mai 2008 … und raus bist du
24. April 2008 Integriert uns am Arsch
10. April 2008 Fernseher an, Feminismus aus? Mediale Repräsentationen am Beispiel der Serie „Desperate Housewives“
27. März 2008 Zwischen fremden Gesetzen: Österreichs Umgang mit Betroffenen des Frauenhandels
13. März 2008 „…und sie bewegt sich doch…“. Frauenbewegung seit 1900.
28. Februar 2008 Vermutungen über … InländerInnen, AusländerInnen und arme Schweine
14. Februar 2008 Mehr als eine Liebe. Über Implikationen und Komplikationen von Polyamourösität
31. Jänner 2008 „Every tool is a weapon if you hold it right.“
17. Jänner 2008 Meine liebe Nazifamilie

3. Jänner 2008

Der erträumte Afrikaner
Zwangsheirat? Gewalt an Frauen? Bei uns doch nicht!

Anhand der Bezeichnung „Kulturdelikt“ inzwischen zum Österreichischen Unwort des Jahres gewählt – wollte Innenministerin Fekter vergangenen Sommer einen Sammelparagraphen für die Verbrechen Zwangsverheiratung, Ehrenmord und Genitalverstümmelung schaffen. Dies in völliger Verkennung der Tatsachen, dass für die einzelnen Sachverhalte längst gesetzliche Regelungen bestehen, und dass Akte patriarchaler Gewalt natürlich ebenso in der österreichischen Mehrheitsbevölkerung seit jeher geschehen.
Einen weitaus differenzierteren Weg der Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsheirat geht hingegen etwa der Verein Orient Express: Bei einem Publikumsgespräch zur sozioökonomischen Situation von Betroffenen und zu politischen Forderungen war Radio Stimme mit dabei und berichtet davon.

Weitere Beiträge:
– „Feministische Medien. Öffentlichkeiten jenseits des Malestreams“ – Eine Buchvorstellung

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mehr darüber in der STIMME Nachlese

Gestaltung:
Elisabeth Hofbeck
Petra Permesser
Große Koalition revisited

Das war die Wende! War sie das? Nach sieben Jahren schwarz-blau gab es Anfang 2007 wieder einen roten Kanzler. Doch anstatt linken Jubel über das Ende der rechts-rechts Regierung gab es wütende Demonstrationen gegen Alfred Gusenbauer und schließlich ein dramatisches Ende der großen Koalition. Jetzt stehen wir vor ihrer Neuauflage. Da lohnt sich ein Rückblick auf die Stärken und Schwächen des letzten SPÖ-ÖVP-Regierungsabkommens.

Weitere Beiträge:
– Eine Reise in die Welt der Begriffsdefinitionen und Vorurteile mit dem Vergleichenden Wörterbuch der Ausländer/innenologie
– Kauf-Nix-Tag

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Gestaltung:
Elisabeth Frysak
Christina Hollomey
Petra Permesser
Alexander Pollak
Melanie Romstorfer
Gerd Valchars
„Alle Jahre wieder“

Alle Jahre wieder veranstaltet der ORF seine große Spendenaktion „Licht ins Dunkel“. Die Sendung aber, die Spendengelder für Menschen mit Behinderung lukrieren soll, wird von diesen seit Jahren heftig kritisiert. Behinderte Menschen würden klischeehaft und stark emotionalisierend dargestellt, die Aktion werde damit zu einem Teil des Problems, das es vorgibt lösen zu wollen. Radio Stimme berichtet über eine Aktion des Autors, Kabarettisten und ÖVP-Behindertensprechers Franz-Joseph Huainigg, bei der er sich in witziger und zynischer Art entschieden gegen die Spendenaktion ausspricht. (Archivbeitrag 2005)

Weitere Beiträge:
– Interview mit Cornelia Kogoj – Kommunikationswissenschafterin, Generalsekretärin der Initiative Minderheiten, Projektleiterin und Kuratoriumsmitglied von „Neue Perspektiven. Migration im zentral- und südosteuropäischen Raum“.

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Gestaltung:
Alexandra Siebenhofer
Gerd Valchars
Maria Brucker
„Fragt uns, wir sind die letzten.“ Rudolf Gelbard – „Der Mann auf dem Balkon.“

70 Jahre ist es her: Im Zuge der Novemberpogrome wurden in Österreich dutzende Synagogen und Bethäuser in Brand gesetzt und verwüstet, jüdisches Eigentum gestohlen und zerstört, Menschen ermordet und tausende in Konzentrationslager verschleppt.

„Der Mann am Balkon“ ist Kurt Brazdas Film mit und über Rudolf Gelbard, der 1938 acht Jahre alt war. Er erinnert darin nicht nur an die Ereignisse im November 1938, sondern auch an das, was danach kam: Gelbard wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er mit Glück überlebte.

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Gestaltung:
Alexandra Siebenhofer
Ein Nationalfeiertag – doch wozu?

Jedes Jahr kommt er wieder, der Nationalfeiertag, und fast jeden Sommer kommt sie wieder, die Debatte um eine Änderung der Nationalhymne, aber was soll das alles eigentlich? Wozu brauchen wir eine Nation oder eine Hymne? Und wer ist überhaupt mit „wir“ gemeint? Dazu bringen wir zwei Gespräche: Eines mit dem Politologen Vedran Dzihic über Nationsbildung, Nationalismus und Folgeerscheinungen. Und eine Diskussion mit den MitorganisatorInnen eines Antinationalfeiertags und dem Historiker Peter Stachel über Alternativen und Gegenstrategien zum 26. Oktober.

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Gestaltung:
Petra Permesser
Alexander Pollak
Demokratie? Ausgeschlossen!

Kann ein Land eine Demokratie sein, wenn es Menschen aufgrund ihrer Lebensbiographie vom Wählen und Gewählt werden ausschließt? Kann eine Partei demokratisch sein, die Menschen mit Migrationshintergrund nur an unwählbarer Stelle platziert? Und welche Möglichkeiten haben diskriminierte und ausgeschlossene Menschen, sich trotzdem in das politische System einzubringen? Radio Stimme bringt Ausschnitte von der Konferenz „Beiträge von MigrantInnen und Flüchtlingen zur Demokratieentwicklung in Europa“.

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Gestaltung:
Alexander Pollak
Melanie Romstorfer
Ganz links im Gespräch

Wie sehen die politischen Visionen von KPOE und dem kuerzlich gegruendeten Wahlbuendnis Linke aus? Wo bestehen Gemeinsamkeiten und wo Differenzen zwischen den beiden Parteien und wie grenzen sie sich von den anderen Linksparteien ab? Und wie groß ist im Wahlkampf der Druck alles Revolutionaere fallen zu lassen und brav und mainstreamig aufzutreten? Dazu begrueßen wir zu einem Studiogespraech Sonja Grusch, Listenerste des Wahlbuendnisses Linke, und Dietmar Zach, Landessprecher der KPOE Wien.

Weitere Sendungsthemen:
– „Clean Politics – Meine Stimme gegen Rassismus“ – Ein Gespräch mit Barbara Liegl (ZARA Geschäftsfühererin) und Sonja Fercher (ZARA Pressesprecherin)
– „Wir wählen wieder“ – Zusammenfassung einer Depot-Veranstaltung zur Nationalratswahl 2008

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Gestaltung:
Alexander Pollak
Gerd Valchars
Melanie Romstorfer
Wien hat ihre Tage

Subversiv und aktionistisch sollen sie sein – die queer-feministischen Tage, die von 10. bis 14. Septemer in Wien stattfinden. Zahlreiche Workshops, Diskussionen und Abendveranstaltungen bieten Raum zum Austausch queerer, feministischer und antirassistischer Positionen. Radio Stimme hat sich mit zwei Organisator_innen getroffen und versucht herauszufinden, wo denn das „org“ in www.queerfemtagesind.org herkommt.
Wie schwer der Weg zum Spiel mit Identitätskonzepten in einer gemeinsamen Allianz aus Feminismus und Antirassismus war, das erkundet Radio Stimme dann ein einem Beitrag über die US-amerikanische Frauenbewegung.

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Gestaltung:
Petra Permesser
Alexandra Siebenhofer
Wie böse ist die EU?!

Ein immer noch aktueller Archivbeitrag aus dem Jahr 2006: Im Eurobarometer wird Österreich als eines der europakritischsten Länder der EU ausgewiesen; in keinem anderen Land sehen weniger BürgerInnen ihre Mitgliedschaft bei der Europäischen Union als „gute Sache“, nur wenige haben ein „positives Bild“ von der Union. Die globalisierungskritische Organisation Attac hat das „kritische EU-Buch“ herausgebracht, in dem die aktuelle Krise um die Europäische Union beleuchtet, verständliche Informationen über die wichtigsten Politikbereiche bereitgestellt und Alternativen zum aktuellen Kurs der EU angeboten werden. Christian Felber von Attac Österreich war bei Radio Stimme zu Gast im Studio.

Weitere Sendungsthemen:
– Jean Ziegler: Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher

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Gestaltung:
Elisabeth Huber
Eva Atzmüller
Gerd Valchars
Arme Hascherln?!

Es sind ganz bestimmte Bilder, die Vereine und Organisationen in den Medien von jenen Menschen verbreiten, für die sie Spenden sammeln wollen. Es ist das abgemagerte Mädchen aus Afrika mit dem traurigen Blick und der herzige aber hilflose Junge im Rollstuhl oder mit Krücken. Die Öffentlichkeitsarbeit der Spendenindustrie ist voll mit Klischees und stark emotionalisierenden Bildern und die Spendenorganisationen werden dadurch oftmals zu einem Teil des Problems, das sie vorgeben, lösen zu wollen.

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Gestaltung:
Christina Hollomey
Paul Scheibelhofer
Gerd Valchars
34.000 – Kurzer Prozess im Asylbereich

Mit der völligen Überlastung der zuständigen Instanzen und einer oft mehrjährigen Verfahrensdauer, damit argumentierte die Bundesregierung die Notwendigkeit der Neuorganisation des Asylwesens in Österreich. Ein eigener Asylgerichtshof wurde geschaffen, und damit die 34.000 offenen Verfahren auch tatsächlich rasch abgebaut werden können, wurde nicht nur das Personal aufgestockt, sondern auch der Instanzenzug gekürzt und die Kontrolle durch den Verwaltungsgerichtshof weitgehend ausgeschaltet. Was Innenminister Platter „deutliche Verbesserungen“ nennt, bezeichnet der Verfassungsjurist Heinz Mayer als „Fußtritte für den Rechtsstaat“.

Im dritten Teil unserer Sendereihe zum Thema Asylwesen in Österreich geht Radio Stimme in Interviews mit Clemens Jabloner (Präsident des VwGH), Gerhard Hesse (Bundeskanzleramt) und Josef Rohrböck (Richter am AsylGH) der Kritik am neu geschaffenen Asylgerichtshof nach.

Weitere Beiträge:
– Finanzielle Entschädigung für Schubhaft: Günther Ecker vom Verein „Menschenrechte Österreich“ im Gespräch

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Gestaltung:
Franziska Klauser
Gerd Valchars
Asylpraxis hierzulande

Mit 1. Juli hat der neu geschaffene und viel kritisierte Asylgerichtshof in Österreich seine Arbeit aufgenommen. Radio Stimme nimmt das zum Anlass, über die Asylpraxis hierzulande zu berichten. In der zweiten Folge unserer dreiteiligen Sendereihe zum Thema Asylwesen in Österreich wird in einem Gespräch mit der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung der Weg im bisherigen Asylverfahren nachgezeichnet.

Weitere Beiträge:
– Über den Missbrauch des Asylmissbrauchs: Ein Gespräch mit Anny Knapp (Asylkoordination)

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mehr darüber in der STIMME Nachlese

Gestaltung:
Alexandra Siebenhofer
Alexander Pollak
Feindbild AsylwerberInnen

„Österreichische Asylpolitik“: ein Begriff, der seit Jahren synonym vor allem für restriktive, menschenfeindliche Gesetze, sowie die populistische Inszenierung derselbsen steht. Dass dies jedoch auch auf Widerstände stößt, zeigten einmal mehr die Entwicklungen in den letzten Tagen: Nachdem der ÖVP-Hardliner Platter das Innenministerium geräumt hatte, wurde wenige Tage später ein Urteil des VfGh bekannt, wonach der Gnadenweg für humanitären Aufenthalt grundrechtswidrig sei und es darum zukünftig ein Antragsrecht auch für AsylwerberInnen geben müsse. Als klares Statement für eine Beibehaltung des law and order – Kurses kann die Bestellung der Konservativen Maria Fekter zur Innenministerin gesehen werden, die sich auch umgehend von einem möglichem generellem Bleiberecht distanzierte. Warum aber lässt sich mit einer unmenschlichen Asylpolitik und der kontinuierlichen Ausrufung von „Asylanten“ als Feindbilder so vortrefflich Politik machen? Und welche Position wird hierbei von NGOs eingenommen? Radio Stimme hat VertreterInnen aus den Bereichen Wissenschaft, Flüchtlingshilfe, sowie Asylrechtssprechung zur gemeinsamen Diskussion dieser Fragen eingeladen.

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Gestaltung:
Christina Hollomey
Alexander Pollak
Und der nächste Sommer kommt bestimmt…

Pläne werden geschmiedet, Tickets gekauft, Koffer gepackt – aber was ist drin: Rassismus oder Respekt? Radio Stimme beleuchtet rassistische Strukturen im Tourismus und fragt: Kann es faires Reisen überhaupt geben?

Weitere Beiträge:
– Ein Asylmärchen

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Gestaltung:
Christina Hollomey
Paul Scheibelhofer
Alexandra Siebenhofer
Weiblich, Spitzenfußballerin, Idol?

Die männliche österreichische Fußballnationalmannschaft kann noch so katastrophal spielen, die Fußballvereine noch so international untergehen, der Männerfußball bleibt neben dem Alpinschilauf die österreichische Nationalsportart. Doch wie steht’s mit dem Frauenfußball in Österreich? Kaum jemand kennt eine österreichische Fußballerin oder den Namen eines Frauenfußballteams. Wenn Frauen spielen, wird für Medien und Politik aus einem Nationalsport plötzlich eine Randsportart. Radio Stimme hat Antworten auf die Frage gesucht, warum beim Frauenfußball bisher weggeschaut wurde.

Weitere Beiträge:
– Fußballspieler, männlich, schwul. Radio Stimme darüber, wie Fußball bestimmte Bilder von Männern und Männlichkeit prägt und warum dabei anscheinend kein Platz für Homosexuelle ist.

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Gestaltung:
Petra Permesser
Alexander Pollak
Christof Sorge
„Aufgeklärtes, fortschrittliches Abendland“ oder: vom aktuellen Moscheebauverbot in Österreich

„In Ansehen des Bethauses befehlen Wir ausdrücklich, daß, wo es nicht schon anders ist, solches kein Geläut, keine Glocken, Thürme, und keinen öffentlichen Eingang von der Gasse, so eine Kirche vorstelle, habe…“ Das so genannte „Toleranzpatent“ von Josef II., das für die evangelische Bevölkerung damals weiterhin massive Einschränkungen vorsah, könnte als Vorlage gedient haben für die beiden österreichischen Landesgesetze, die vor kurzem zur Verhinderung von Moscheebauten erlassen wurden.
Wie lässt es sich aber erklären, dass noch immer, 200 Jahre nach der Zeit des aufgeklärten Absolutismus, grundrechtfeindliche Tendenzen politische Diskurse in Österreich bestimmen? Und: welchen Stellenwert hat das Recht auf freie Religionsausübung und Selbstrepräsentation in anderen europäischen Ländern?

Weitere Beiträge:
– Integration? Man nehme…

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Gestaltung:
Franziska Klauser
Agnes Otzelberger
…und raus bist du

Einwanderung soll der europäischen Union zu Höchstleistungen verhelfen. Deswegen darf Einwanderung nicht einfach passieren, sie muss gemanagt werden. Migrationsmanagement nennt sich das Konzept, das der Steuerung von Zuwanderung und der Selektion der passenden MigrantInnen dienen soll. Hereinkommen sollen nur solche, die von den Aufnahmegesellschaften als nützlich empfunden werden. Radio Stimme hat sich näher mit der Widersprüchlichkeit beschäftigt, die entsteht, wenn das Recht auf Migration zum Auszählreim wird.

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Gestaltung:
Alexandra Siebenhofer
Melanie Romstorfer
Integriert uns am Arsch

In den politischen Auktionshäusern boomt im Moment vor allem eine Stilrichtung: Feindbilder. Sie werden zu Rekordwerten versteigert! Begonnen hat alles mit einem bescheidenen Minuszuwanderungsgebot, gefolgt von einer deutlichen Unwilligkeitsofferte von 45% und zur Zeit stehen wir bereits bei dem ansprechenden Abschiebegebot von 400.000. Begleitet wird die Versteigerung von Fernsehberichten, die ein klares Bild vermitteln, welche Exemplare ausgerufen werden: dunkelhäutige Menschen und Kopftuchträgerinnen. Das Publikum sieht gebannt zu und hofft auf höhere Gebote. Doch während die einen an ihrem nächsten xenophoben Aufguss arbeiten und die anderen zu Wellnesszwecken in Vorurteilen baden, hat Radio Stimme der trüben Feindbildsuppe einige Proben entnommen und das Thema Integration in ein etwas anderes Licht gerückt.

Weitere Beiträge:
– „Rassismus – Beiträge zu einem vielgesichtigen Phänomen“ – eine Buchrezension
– Eine Reise in die Welt der Begriffsdefinitionen und Vorurteile mit dem Vergleichenden Wörterbuch der Ausländer/innenologie

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Gestaltung:
Alexander Pollak
Dimiter Rogatchev
Alexandra Siebenhofer
Petra Permesser
Melanie Romstorfer
Fernseher an, Feminismus aus? Mediale Repräsentationen am Beispiel der Serie „Desperate Housewives“

Am Sonntag, dem 13. April ist es so weit: ABC sendet nach dem Streik der Hollywood-AutorInnen wieder neue Folgen der Serie „Desperate Housewives“. Doch ist das ein Grund zur Freude für Feministinnen? Wie kann das Verhalten von Bree, Lynette und Co aus feministischer Perspektive bewertet werden? Radio Stimme hat bei der Medienwissenschafterin Brigitte Hipfl nachgefragt.

Weitere Beiträge:
– Ein Blick zurück – Die Anfänge der Frauenhausbewegung in Österreich
– Wohnungslose Frauen

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Gestaltung:
Lisi Huber
Eva Atzmüller
Christina Hollomey
Zwischen fremden Gesetzen: Österreichs Umgang mit Betroffenen des Frauenhandels

Anlässlich der neu gegründeten UNO-Initiative „Forum gegen Menschenhandel“ kamen vor kurzem AktivistInnen und PolitikerInnen aus 100 Staaten in Wien zusammen, um über Ursachen und mögliche Gegenstrategien auf internationaler Ebene zu diskutieren. Wie ist aber nun die spezifische Politik Österrichs in diesem Bereich zu sehen? Welche politischen Strategien konnten bisher gesetzt werden, um Frauenhandel zu verhindern und vor allem die rechtliche Lage von Betroffenen zu verbessern? Und wie wirken sich hierbei die letzten Reformen des Fremdenrechts aus? Radio Stimme hat bei JuristInnen und Parlamentarierinnen nachgefragt.

Weitere Beiträge:
– „Let it be known“: Schwarze, österreichische Geschichte
– „Living books“: eine Dialog-Plattform

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Gestaltung:
Lilli Frysak
Franziska Klauser
Melanie Romstorfer
Alexandra Siebenhofer
„…und sie bewegt sich doch…“. Frauenbewegung seit 1900.
In den vergangenen Jahren hat das Interesse an der Erforschung von Frauenbewegungen um 1900 zugenommen. Doch während wissenschaftliche Untersuchungen vor allem nach Existenz – oder auch Abwesenheit – historischer Frauenbewegungen fragen und diese jeweils zu belegen suchen, bleibt das „Phänomen“ Frauenbewegung selbst zumeist unbestimmt.
Die Historikerin Natascha Vittorelli hat im Rahmen ihrer Dissertation die Historiographie der Frauenbewegung erforscht: Sie untersucht vor allem wie Geschichte von Frauenbewegungen bislang geschrieben wurde. Bei dieser Verfahrensweise werden aber auch Aussagen zur Geschichte der Frauenbewegung getroffen.
Radio Stimme war bei der Buchpräsentation vor Ort.Weitere Beiträge:
– Der MiA-Award: Interviews mit Araba Evelyn Johnston-Arthur und Staatssekretärin Christine Marek

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Gestaltung:
Lilli Frysak
Alexandra Siebenhofer
Vermutungen über … InländerInnen, AusländerInnen und arme Schweine
„Vermutungen über Aischa oder: Inländer sind auch arme Schweine“ heißt das Theaterstück, das ab März im Theater Dschungel Wien zu sehen sein wird. Das Theaterstück thematisiert Vorurteile gegenüber Fremden und versucht auszuloten, wo Rassimus beginnt. Petra Permesser hat es bereits letztes Jahr gesehen, mit den KünstlerInnen Nika Sommeregger, Alice Neusiedler, Julia Kneussel, Franziska King, Miha Kristof und Hannes Perkmann gesprochen und diesen Beitrag gestaltet.Weitere Beiträge:
– Film als „transnationale Projektionsfläche“: Strategien der Reflexion von Macht, Identität und Repräsentation
– Kopftuch, Putzfrau, Klitoris – Blickwinkel türkischer Filmemacherinnen

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Gestaltung:
Petra Permesser
Christina Hollomey
Elisabeth Huber
Petra Neuhold
Mehr als eine Liebe. Über Implikationen und Komplikationen von Polyamourösität
Liebe ist … ein durch und durch fehlerhaftes System, singen Britta. Und tatsächlich: wäre die romantische, monogame Liebe der sales-plan einer Firma – sie wäre wohl längst bankrott gegangen. Dennoch ist sie ungebrochene Favoritin in der Codierung von Intimbeziehungen. Warum eigentlich? Dass dafür nicht „die menschliche Psyche“, sondern auch gesellschaftliche Machtverhältnisse verantwortlich sind, argumentieren die AutorInnen des Buches „Mehr als eine Liebe“. Aus feministischer Perspektive loten sie polyamouröse Beziehungen als mögliche Alternative aus. Ein Studiogespräch mit der Herausgeberin Nadja Boris Schefzig und den Autorinnen Katharina Miko und Karin Sardavar.Weitere Beiträge:
– Tintenfischalarm. Elisabeth Scharang und Alex Jürgen im Gespräch über ihr Dokumentarfilmprojekt

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Gestaltung:
Paul Scheibelhofer
Elisabeth Huber
„Every tool is a weapon if you hold it right.“
Diese Textzeile von Ani DiFranco steht programmatisch für Heide Hammers Buch „Revolutionierung des Alltags. Auf der Spur kollektiver Widerstandspraktiken“. Ausgehend von Kritischer Theorie und Poststrukturalismus setzt sie sich mit kollektiven Widerstandsmodellen der Studierendenproteste 1968 und der Jetztzeit auseinander. Dass Widerstand und Spaß keine Widersprüche darstellen, untermalt sie mit Beispielen wie Lady-Festen, Radical Cheerleading und Flashmob.
Radio Stimme hat das Buch gelesen und bringt Ausschnitte der Buchpräsentation auf der Wiener Buchwoche.

Weitere Beiträge:
– Stiefelnazis, Kaderschmieden und etablierte Politik. Über die Neuformierung der rechtsextremen Szene in Österreich

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Gestaltung:
Petra Neuhold
Petra Permesser
Meine liebe Nazifamilie

Eine krebskranke Mutter, ein Onkel, der den Holocaust verleugnet, und die brennenden World Trade Center. Wie lässt sich das zu einem Dokument der Unfähigkeit und Verweigerung einer Auseinandersetzung mit der NS-Zeit zusammenfügen? Wir bringen ein Interview mit dem Filmemacher Marcus J. Carney, der mit „The end of the Neubacher project“ einen sehr persönlichen Weg der Aufarbeitung seiner Familiengeschichte gefunden hat.

Weitere Beiträge:
– Ein Asylmärchen

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Gestaltung:
Alexander Pollak
Alexandra Siebenhofer
Der erträumte Afrikaner
Sie sind kindisch, naturbelassen, sexualisiert – die AfrikanerInnen, wie sie sich die weißen Menschen in ihrem rassistischen Denken erträumen. Die beiden Historikerinnen Vida Bakondy und Renée Winter haben sich auf die Spur rassistischer Bilder über Afrika und AfrikanerInnen begeben und sind dabei auf einen österreichischen Film gestoßen, der in den fünfziger Jahren für große Aufmerksamkeit sorgte: „Omaru eine afrikanische Liebesgeschichte“. Die Beschäftigung mit den Produktionsbedingungen und Inhalten des Films hat Bakondy und Winter zurück in die NS-Geschichte, aber auch nach Kamerun, an die Produktionsorte des Films, geführt.

Weitere Beiträge:
– „Das N-Wort“ – Zusammenfassung einer Depot-Veranstaltung von ZARA:TALK

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Gestaltung:
Alexander Pollak
Gerd Valchars

 

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