Sendungen 2006

 

21. Dezember 2006

Atypische Beschäftigung – Prekäres Leben?

7. Dezember 2006

Kauf!- und Wegwerfwahn

23. November 2006

Von Grund auf sicher?

9. November 2006

Die missglückte Integration?

26. Oktober 2006

Nationalfeiertag? Was soll das?

12. Oktober 2006

Opfer oder Täter, Aufklärung oder Klischee? Afrikanische Häftlinge und Österreichs Justiz

28. September 2006

Zwangsheirat – eine Betrachtung jenseits rassitischer Schuladen

14. September 2006

Grünes Einwanderungsmodell: Die Guten ins Töpfchen, …

31. August 2006

Bloß „pflichtbewusste Objekte der Politik“? – Das NS-Verteranentreffen am Kärntner Ulrichsberg und die Protestveranstaltungen dagegen

17. August 2006

Arme Hascherln?!

3. August 2006

Thema: Alter

20. Juli 2006

Rechts? Ausgezeichnet! – Der Leopold Stocker Verlag und das steirische Landeswappen

6. Juli 2006

Taubstumm … oder Gebärdensprachig?

22. Juni 2006

Fußballspieler, männlich, schwul … gesucht

8. Juni 2006

Integriert uns am Arsch

25. Mai 2006

Mehr als eine Liebe. Über Implikationen und Komplikationen von Polyamourösität

11. Mai 2006

Meinungsfreiheit für HolocaustleugnerInnen? Zum Sperrfeuer gegen das Verbotsgesetz

27. April 2006

Frische Gedankensplitter zum Gedankenjahr

13. April 2006

„Gebärendes Reagenzglas“ oder: Eine Geschichte von Reproduktion, am Ende ohne Frau!?

30. März 2006

Deutschzwang in der Schule

16. März 2006

Mozart remappen! Aber wie?

2. März 2006

Hören mit Augen

16. Februar 2006

Wie böse ist die EU?

2. Februar 2006

Femalie Consequences – Popmusik und Feminismus

19. Jänner 2006

Sichtbar und laut. Lesbischer Aktivismus gegen Homophobie

5. Jänner 2006

Rückwärtsgewandt im neuen Jahr!
Atypische Beschäftigung – Prekäres Leben?

Atypische Beschäftigung führt fast immer zu prekären Lebensverhältnissen – und betrifft, so wird behauptet, hauptsächlich Frauen. Aber was verbirgt sich konkret hinter diesem Argumentationsstrang? Inwiefern gibt es Zusammenhänge zwischen Prekarisierung und weiblichen Lebensbiografien? Kann überhaupt etwas, und wenn ja, was kann gegen die Prekarisierung weiblicher Lebensverhältnisse unternommen werden? Eine Annäherung an diese Fragestellungen liefert der Beitrag „Atypische Beschäftigung – Prekäres Leben?“.

Weitere Beiträge:
– Symposion mit Oskar Negt

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Gestaltung:
Lilli Frysak
Doris Bammer
Petra Völkerer
Petra Ziegler

 

Kauf!- und Wegwerfwahn

Radio Stimme berichtet über Projekte, die sich gegen den Konsum- und Wegwerfwahn unserer Gesellschaft und gegen den besonders in der Vorweihnachtszeit verstärkten Kaufzwang stellen. Am Samstag 25.11.2006 fand der internationale Kauf-Nix-Tag bereits das 9. Mal in Wien statt. In Liegestühlen faulenzende Weihnachtsmänner riefen auf der Mariahilfer Straße die PassantInnen zum Nicht-Kaufen auf. Die Organisatoren der Aktion wollen auf die ungerechte Güterverteilung aufmerksam machen und gerade in der vom Kaufwahn geplagten Vorweihnachtszeit die Menschen zu bewussterem (Nicht)Kaufen bewegen.Vor mehr als einem Jahr wurde der erste Kostnixladen in Wien eröffnet, in dem jedeR gratis „einkaufen“ kann. Initiator ist der Verein W.E.G., Wertkritische Emanzipatorische Gegenbewegung, der damit eine grundsätzliche Kritik an dem unreflektierten Wachstumsdogma des neoliberalen Kapitalismus und der Wegwerfmentalität der Gesellschaft formulieren möchte. Die Wiener Tafel wiederum sammelt überschüssige aber unverdorbene Lebensmittel und Hygieneartikel aus Industrie und Handel und beliefert damit kostenlos soziale Einrichtungen wie Obdachlosenherbergen und Flüchtlingshäuser.

Weitere Beiträge:
– Jean Ziegler: Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher

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Gestaltung:
Eva Atzmüller
Lisi Huber
Gerd Valchars

 

Von Grund auf sicher?

Keine zwei Monate ist die Nationalratswahl her und schon sind bestimmte, im Wahlkampf als wichtig vertretene, Inhalte aus der medialen Berichterstattung verschwunden. Die Grundsicherung gehört zu diesen verschwindenden Themen, wiewohl die Diskussionen um eine Grundsicherung nicht neu sind. Im EU-Europa gibt es praktisch in fast allen Ländern eine Form der Grundsicherung, zumindest in Form der Sozialhilfe.
In Österreich ist selbst das defensive Modell der so genannten bedarfsorientierten Grundsicherung, wie die SPÖ es vorschlägt, umstritten. Andere Vorschläge an Grundsicherungsmodellen scheinen erst gar keine Chance zu haben, diskutiert zu werden.
Der Beitrag nimmt Bezug auf die inhaltlichen Aspekte der bedarfsorientierten Grundsicherung und beleuchtet das Modell zum einen aus feministisch ökonomischer sowie politischer Perspektive als auch aus Sicht der Finanzierbarkeit.

Weitere Beiträge:
– Medien und Migration. Über fehlende Repräsentation und Tendenzen der Präsentation
– „Wir sind nicht geistig behindert, wir sind Menschen mit Lernschwierigkeiten“: Reinhard Köbler im Telefoninterview über diskriminierenden Sprachgebrauch

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mehr darüber in der Stimme Nachlese
Gestaltung:
Elisabeth Frysak
Franziska Klauser
Gerd Valchars

 

Die missglückte Integration?

Die europäischen Integrationspolitiken stehen vor einem Kurswechsel: multikultureller Ansatz oder Assimilation? Sind die beiden Konzepte gescheitert? Wie soll man eigentlich den Begriff „Integration“ verstehen? Altwerden in der Migration ? ein sehr vernachlässigtes Thema in der Politik und Verwaltung. Was ist Prekarität? Welche Erwartungen haben ArbeitsmigrantInnen hinsichtlich des Altwerdens? Wie gestaltet sich die soziale Integration? Diese und weitere Fragen behandeln zwei Neuerscheinungen zum Thema Migration von Manfred Oberlechner: Die missglückte Integration? Wege und Irrwege in Europa und von Christoph Reinprecht: Nach der Gastarbeit. Prekäres Altern in der Einwanderungsgesellschaft.

Weitere Beiträge:
– Beitrag zur Tagung: Herrschaft. Macht. Gesellschaft. Marlene Streeruwitz: Die Sehnsucht nach dem hohen Ton.

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Gestaltung:
Katarzyna Wrōbel
Christof Sorge
Eva Atzmüller

 

Nationalfeiertag? Was soll das?

Jedes Jahr kommt er wieder, der Nationalfeiertag, und jeden Sommer kommt sie wieder, die Debatte um eine Änderung der Nationalhymne, aber was soll das alles eigentlich? Wozu brauchen wir eine Nation oder eine Hymne? Und wer ist verdammt noch mal überhaupt mit „wir“ gemeint? Dazu begrüßen wir im Studio den Politologen Vedran Dzihic mit dem wir über Nationsbildung, Nationalismus und Folgeerscheinungen sprechen möchten. Dzihic forscht insbesondere zu Nationalismus und Staatlichkeit in Bosnien-Herzegowina sowie zum Friedens- und Transformationsprozesse in den ex-jugoslawischen Nachfolgestaaten.

Weitere Beiträge:
– Wie Dogville ist Wien? In Lars van Triers Film „Dogville“, der seit kurzem im Wiener Volkstheater als Theaterstück zu sehen ist, wird das Schicksal einer Flüchtigen abgehandelt, die auf Schutz und Unterstützung angewiesen ist – und gnadenlos ausgebeutet und misshandelt wird. Im Anschluss an eine Aufführung fand ein Diskussionsabend statt. Radio Stimme bringt eine Zusammenfassung.
– Die andere Hymne

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Gestaltung und Moderation:
Alexander Pollak
Gerd Valchars

 

Opfer oder Täter, Aufklärung oder Klischee? Afrikanische Häftlinge und Österreichs Justiz

Eine aktuelle Studie des Instituts für Strafrecht und Kriminologie will die Situation und Lebensbedingungen von afrikanischen Häftlingen im österreichischen Strafvollzug untersuchen. In Zusammenarbeit mit dem Justizministerium wurden Häftlinge der Justizanstalt Josefstadt über deren Situation befragt, die Ergebnisse der Studie wurden unter dem provokanten Titel „Afrikanische Häftlinge: Kriminelle oder Opfer?“ präsentiert. Radio Stimme lädt die beiden StudienautorInnen Michael Platzer und Judith Stummer-Kolonovits und Simon Inou, Journalist und Aktivist der African Community zum Studiogespräch.

Weitere Beiträge:
– Kein Rechtsstaat mehr? Operation Spring in Diskussion

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Gestaltung:
Christina Hollomey
Gerd Valchars
Alexander Pollak

 

Zwangsheirat – eine Betrachtung jenseits rassistischer Schubladen

Prügelnde österreichische Männer wurden lange Zeit mit Hilfe eines „natürlich“ hohen männlichen Aggressivitätspotentials gerechtfertigt. Bei Gewalt gegen Frauen mit migrantischem Hintergrund ist heute hingegen Kultur und Tradition ein vielbemühtes Erklärungsmuster. Ein Versuch sich abseits von Kulturalisierung der Problematik zu nähern fand bei der Veranstaltung „Zwangsheirat: Mythos und Realität“ der Wiener Grünen statt. Eine Sozialarbeiterin der Opferschutzeinrichtung „Papatya“ schilderte die Situation Betroffener und Wege zur Hilfe und Selbsthilfe. Gleichzeitig wurden Widersprüche und Schwierigkeiten der Thematik dargestellt.

Weitere Beiträge:
– Strafanzeige gegen FPÖ und BZÖ – Alexis Neuberg (Wr. Integrationskonferenz) im Gespräch
– Film als „transnationale Projektionsfläche“: Strategien der Reflexion von Macht, Identität und Repräsentation

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Gestaltung:
Eva Atzmüller
Gerd Valchars
Petra Neuhold
Elisabeh Huber

 

Grünes Einwanderungsmodell: Die Guten ins Töpfchen, …

Anfang Juni präsentierten die Grünen ihre Vorstellungen von einem „fairen“ Einwanderungsmodell, das sich an angeblich vorbildhaften Einwanderungsländern wie Kanada und Australien orientiert. Bei einigen wenigen innerhalb der Grünen löste das Punkteprogramm ungehörten Protest sowie Diskussionen über Menschenrechte, Bewegungsfreiheit und die Vision offener Grenzen aus.
Radio Stimme fragt: Wofür steht das Einwanderungsmodell der Grünen tatsächlich? Steht es für Emanzipation und Selbstbestimmung von MigrantInnen, oder steht es für ein rigides System der Selektion, bei dem allein der wirtschaftliche Nutzen für die Aufnahmegesellschaft im Vordergrund steht?

Weitere Beiträge:
– Der Prozessausgang im Fall Leopold Stocker Verlag. Ines Aftenberger (Mayday 2000) im Gespräch

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Gestaltung:
Petra Neuhold
Alexander Pollak

 

Bloß „pflichtbewusste Objekte der Politik“? – Das NS-Veteranentreffen am Ulrichsberg und die Protestveranstaltungen dagegen

In den letzten Wochen führte das Geständnis von Günther Grass, mit 17 Jahren freiwillig Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein, zu einer international geführten Debatte über den Umgang mit der eigenen belasteten Geschichte. Nicht primär Grass‘ Mitgliedschaft in jungen Jahren als solche, sondern das jahrelange Schweigen darüber wurde stark kritisiert.
Nicht verschwiegen, sondern im Gegenteil in ausschweifenden Festreden hochgehalten wird die Zugehörigkeit zu NS-Verbänden beim alljährlichen Kärntner Ulrichsbergtreffen. „Pflichterfüllung“, „Treue“ und „Kameradschaft“ sind die Stichworte des Refrains, der einzelne Soldat wird dabei hauptsächlich als bloßes Objekt der Geschichte gesehen. Als Kontrapunkt zu den revisionistischen Gedenkfeierlichkeiten organisiert der „Aktionskreis gegen den Kärntner Konsens“ Protestdemonstrationen und Vorträge von ZeitzeugInnen. Eine Reportage über die Gedenkrituale am Ulrichsberg mit Wortmeldungen von Gegenaktivistinnen.

Weitere Beiträge:
– Frigga Haug: feministische Kapitalismuskritik

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Gestaltung:
Franziska Klauser
Petra Neuhold
Doris Bammer

 

Arme Hascherln?!

Es sind ganz bestimmte Bilder, die Vereine und Organisationen in den Medien von jenen Menschen verbreiten, für die sie Spenden sammeln wollen. Es ist das abgemagerte Mädchen aus Afrika mit dem traurigen Blick und der herzige aber hilflose Junge im Rollstuhl oder mit Krücken. Die Öffentlichkeitsarbeit der Spendenindustrie ist voll mit Klischees und stark emotionalisierenden Bildern und die Spendenorganisationen werden dadurch oftmals zu einem Teil des Problems, das sie vorgeben, lösen zu wollen.

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Gestaltung:
Christian Hollomey
Paul Scheibelhofer
Gerd Valchars

 

Thema: Alter

In Gesellschaften, die auf Schönheit und Jugendlichkeit fokussieren, ist die Frage nach dem Alter eine selten gestellte. Gleichzeitig scheint das Alter einer gewissen Abwertungstendenz zu unterliegen; andererseits wird Alter im zunehmenden Maße als illegitimer Grund für Diskriminierung in Beruf und Alltag anerkannt.
Das Thema „Alter“ ist damit in einer vergreisenden Gesellschaft ein Thema mit Zukunft. Radio Stimme nähert sich diesem Thema in einer Schwerpunktsendung aus verschiedenen Blickwickeln: neben „Jugendfaschismus“ und Generationenkonflikt werden auch die Relativität von Alter und das Tabuthema „Sex und Alter“ behandelt.

Sendung noch nicht im Archiv

Gestaltung:
Christof Sorge
Georg Brunner
Elisabeth Huber
Christina Hollomey
Petra Neuhold

 

Rechts? Ausgezeichnet! – Der Leopold Stocker Verlag und das steirische Landeswappen

Dem 1992 mit dem steirischen Landeswappen ausgezeichneten Grazer Leopold Stocker Verlag werden von mehreren Seiten Berührungspunkte mit dem Rechtsextremismus vorgeworfen. Die steirischen Grünen treten seit etwa zwei Jahren aktiv für eine Aberkennung des Landeswappens ein und haben dafür bereits zwei Anträge im Landtag eingebracht. Beide Anträge wurden von der ÖVP, SPÖ und FPÖ abgelehnt. Radio Stimme ist der Frage nachgegangen, mit welchen Argumenten die Grünen die Anträge auf Aberkennung des Landeswappens gestellt haben, weshalb ÖVP, SPÖ und FPÖ diese Anträge abgelehnt haben, und worin die Schwierigkeiten einer Zuschreibung von Adjektiven wie rechtsextrem oder rassistisch bestehen.

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Gestaltung:
Petra Neuhold

 

Taubstumm … oder Gebärdensprachig?

Sind gehörlose Menschen behindert oder eine Sprachminderheit? Wie kann ein gehörloses Kind Deutsch lernen? Und ist Gebärdensprache dabei hilfreich oder störend? Diese und weitere Fragen behandelt Verena Krausnekers Buch „taubstumm bis gebärdensprachig“. Das Buch öffnet dabei den Blick für Selbstbestimmung von sprachlichen Minderheiten und macht die Auswirkungen von Mehrheits-Dominanz deutlich.

Weitere Beiträge:
– Das Gleichbehandlungsgesetz – „Quantensprung“ oder „vertane Chance“?
– Jean Ziegler über „die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher“

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Gestaltung:
Paul Scheibelhofer
Elisabeth Huber

 

Fußballspieler, männlich, schwul … gesucht

Beim Fußball kann man noch richtig Mann sein. Man kämpft für seine Mannschaft und trägt die Hoffnungen seiner Fans oder auch einer ganzen Nation auf seinen heldenhaften Schultern. Frauen haben hier nichts zu suchen und noch viel weniger homosexuelle Männer. Radio Stimme darüber, wie Fußball bestimmte Bilder von Männern und Männlichkeit prägt und warum dabei anscheinend kein Platz für Homosexuelle ist.

Weitere Beiträge:
– Fernseher an, Feminismus aus? Mediale Repräsentationen am Beispiel der Serie „Desperate Housewives“
– Gay Cops Austria, Schwule und Lesben in österreichs Polizei

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Gestaltung:
Christof Sorge
Elisabeth Huber
Petra Neuhold

 

Integriert uns am Arsch

In den politischen Auktionshäusern boomt im Moment vor allem eine Stilrichtung: Feindbilder. Sie werden zu Rekordwerten versteigert! Begonnen hat alles mit einem bescheidenen Minuszuwanderungsgebot, gefolgt von einer deutlichen Unwilligkeitsofferte von 45% und zur Zeit stehen wir bereits bei dem ansprechenden Abschiebegebot von 400.000. Begleitet wird die Versteigerung von Fernsehberichten, die ein klares Bild vermitteln, welche Exemplare ausgerufen werden: dunkelhäutige Menschen und Kopftuchträgerinnen. Das Publikum sieht gebannt zu und hofft auf höhere Gebote. Doch während die einen an ihrem nächsten xenophoben Aufguss arbeiten und die anderen zu Wellnesszwecken in Vorurteilen baden, hat Radio Stimme der trüben Feindbildsuppe einige Proben entnommen und das Thema Integration in ein etwas anderes Licht gerückt.

Weitere Beiträge:
– Was passiert eigentlich auf http://www.antirassismus-plattform.at/ ?
– „Gestürmte Festung Europa“, eine Buchrezension

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Gestaltung:
Alexander Pollak
Franziska Klauser
Petra Neuhold
Gerd Valchars

 

Mehr als eine Liebe. Über Implikationen und Komplikationen von Polyamourösität

Liebe ist … ein durch und durch fehlerhaftes System, singen Britta. Und tatsächlich: wäre die romantische, monogame Liebe der sales-plan einer Firma – sie wäre wohl längst bankrott gegangen. Dennoch ist sie ungebrochene Favoritin in der Codierung von Intimbeziehungen. Warum eigentlich? Dass dafür nicht „die menschliche Psyche“, sondern auch gesellschaftliche Machtverhältnisse verantwortlich sind, argumentieren die AutorInnen des Buches „Mehr als eine Liebe“. Aus feministischer Perspektive loten sie Polyamouröse Beziehungen als mögliche Alternative aus. Ein Studiogespräch mit der Herausgeberin Nadja Boris Schefzig und den Autorinnen Katharina Miko und Karin Sardadvar.

Weitere Beiträge:
– Tintenfischalarm. Elisabeth Scharang und Alex Jürgen im Gespräch über ihr Dokumentarfilmprojekt

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Gestaltung und Moderation:
Paul Scheibelhofer
Elisabeth Huber

 

Meinungsfreiheit für HolocaustleugnerInnen? Zum Sperrfeuer gegen das Verbotsgesetz

Der Fall des Bundesrates Gudenus sowie die Festnahme des Holocaustleugners David Irving im November des Vorjahres entzündeten in Österreich eine hitzige mediale Debatte über Sinn und Berechtigung des Verbotsgesetzes. Radio Stimme lässt in diesem Beitrag die Standpunkte aufeinanderprallen. Zwei bekannte Antifaschisten und ein prominenter Soziologe stellten sich dem Interview.

Weitere Beiträge:
– „Annäherungen. Junge Flüchtlinge und ihre PatInnen erzählen“ – Das neue Buch von Connecting People
– (K)ein Gewerbe wie jedes andere – Zur Hurenbewegung in Österreich

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Gestaltung:
Petra Neuhold
Agnes Otzelberger
Gerd Valchars

 

Frische Gedankensplitter zum Gedankenjahr

Während das Jubiläumsjahr 2005 mit einigen Abstand vorüber ist, hält dessen kritische künstlerische und wissenschaftliche Aufarbeitung an. Wer gedenkt wessen und warum? Wer ist „wir“ und wer sind die „anderen“? Welche nationalen Identitätsentwürfe werden gezeichnet und welche Aspekte und Ereignisse werden dabei ausgeklammert? Radio Stimme bringt einen Beitrag, der im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Wiener Institut für Politikwissenschaft von StudentInnen gestaltet wurde und sich gleichzeitig auf wissenschaftlicher und künstlerischer Ebene mit diesen Fragen befasst.

Weitere Beiträge:
– Wozu noch Minderheiten?
– Eine Absagenrevue

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Gestaltung:
Johanna Jiranek
Martin Mittersteiner
Josef Hassan
Dago Kogo
j

 

„Gebärendes Reagenzglas“ oder: Eine Geschichte von Reproduktion, am Ende ohne Frau!?

Vor einhundert Jahren galt sie als medizinisch unerreichbare Utopie, wohingegen sie im Christentum eine unverzichtbare Säule des Glaubens darstellt. Manche Frauen nutzen sie schon heute: Jungfräuliche Empfängnis. Aber auch Reproduktion ohne Beischlaf und Frau wird technisch gesehen bald keine Unmöglichkeit mehr sein. Das bedeutet das Vordringen der männlich dominierten Medizin in die letzte Bastion der Frau. Radio Stimme stellt das neue Buch „Die abgeschaffte Mutter“ vor, in dem Hilde Schmölzer dieses Thema aufgegriffen und mit der Geschichte von Macht, Manipulation und Kontrolle durch patriarchale Vorherrschaft verknüpft hat.

Weitere Beiträge:
– Was hat Feminismus mit Kapitalismus zu tun? Frigga Haug über Ansätze einer feministischen Kapitalismuskritik
– Ein Blick zurück – Die Anfänge der Frauenhausbewegung in Österreich

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Gestaltung:
Verena Kozmann
Petra Neuhold
Doris Bammer
Elisabeth Huber
Eva Atzmüller

 

Deutschzwang in der Schule

Seit kurzem gilt in einer Berliner und einer Linzer Schule ganz offiziell: SchülerInnen haben sich in der Pause nur noch auf Deutsch zu unterhalten. Vielsprachigkeit wird als Hindernis auf dem Weg zur „Integration“ gesehen. Aber macht es tatsächlich Sinn, dass Kinder an der Schule nur Deutsch sprechen? Oder kann verpflichtendes Deutsch sogar kontraproduktiv sein? Und was sind die tatsächlichen Herausforderungen, mit denen Schulen mit hohem Anteil an Kindern, die nicht Deutsch als Erstsprache haben, konfrontiert werden? „Radio Stimme“ versucht das Thema von akademischer und praktischer Seite zu beleuchten. Dazu begrüßen wir im Studio: den Sprachwissenschaftler Rudolf de Cillia, die Schülerin Dilan Sengül, die Lehrerin Margot Lunzer sowie die Schuldirektorin Margaret Witek (alle vom Gymnasium Karajangasse im 20. Wiener Bezirk).

Weitere Beiträge:
– Zwei neu erschienene Bücher aus dem Braumüller Verlag werden vorgestellt: „Defizitäre Demokratie“ und „Populisten an der Macht“

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Gestaltung und Moderation:
Alexander Pollak
Eva Atzmüller

 

Mozart remappen! Aber wie?

Nationale Selbstbeweihräucherung bleibt hoch im Kurs. Kaum das „Gedankenjahr“ 05 überstanden, folgt schon die nächste Zumutung – das Mozartjahr 06. Mit gerührtem Blick wird dem Genie gedacht – und die Brust schwillt stolz: das war einer „von uns“!
Auf den ersten Blick scheint das Mozartjahr wohl nicht der prädestinierte Ort für kritische Gegenerzählungen. Beim zweiten Hinsehen ergeben sich aber gerade hier Möglichkeiten der Infragestellung von liebgewordenen Gewissheiten über „uns“. Dieses Ziel setzt sich das Projekt „remapping Mozart“. Mittels Ausstellungen und anderer künstlerischer Interventionen werden hier „verborgene Geschichte/n“ aufgespürt und nachgegangen. Wie das geht und was dabei heraus kommt ist Thema eines Studiogesprächs mit Araba Evelyn Johnston-Arthur und Cornelia Kogoj, Mitarbeiterinnen des Projekts „remapping Mozart“.

Weitere Beiträge:
– Frauen- contra Männerbericht? Sybille Pirklbauer (AK) über den Status quo und Perspektiven der Gleichstellungspolitik in Österreich

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Gestaltung und Moderation:
Paul Scheibelhofer
Gerd Valchars
Agnes Otzelberger

 

Hören mit Augen

Ein Gespräch mit Helene Jarmer und Barbara Gerstbach vom Österreichischen Gehörlosenbund über die „Sprachgruppe“ Gehörloser Menschen und die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten „gehörloser“ Mediennutzung.

Weitere Beiträge:
– Saubere Kleidung? Die Clean-Clothes-Kampagne
– Gipsy-Info

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Gestaltung:
Christina Hollomey
Elisabeth Huber
Barbara Sorge
Paul Scheibelhofer

 

Wie böse ist die EU?

Das letzte Eurobarometer hat Österreich als eines der europakritischsten Länder der EU ausgewiesen; in keinem anderen Land sehen weniger BürgerInnen ihre Mitgliedschaft bei der Europäischen Union als „gute Sache“, nur wenige haben ein „positives Bild“ von der Union. Die globalisierungskritische Organisation Attac hat nun ihr „kritisches EU-Buch“ herausgebracht, in dem die aktuelle Krise um die Europäische Union beleuchtet, verständliche Informationen über die wichtigsten Politikbereiche bereitgestellt und Alternativen zum aktuellen Kurs der EU angeboten werden. Christian Felber von Attac Österreich ist bei Radio Stimme zu Gast im Studio.

Weitere Beiträge:
– „Artikel 7 – Unser Recht“: Doku und Diskussion zur Ortstafelfrage.
Seit den 1970ern wird heftig über das Aufstellen oder Entfernen von zweisprachigen Ortstafeln in mehreren Hundert Südkärntner Gemeinden debattiert. Der Film spannt mit Archivmaterial und Interviews einen Bogen von Wurzeln des Konfliktes bis in die letzten Jahre und zieht eine ernüchternde Bilanz. So wird unter anderem sichtbar, wie ein Minderheitenproblem in Österreich eher auf Basis der Vorschläge einer minderheitenfeindlichen Organisation verhandelt wird, als aufgrund eines Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs. Radio Stimme war bei der Filmvorführung am 31. Jänner im Audimax der TU Wien. Anschließend standen die AutorInnen der Doku, Thomas Korschil und Eva Simmler, Rede und Antwort – vor allem zu der Frage, warum der ORF den Film im vergangenen Dezember unerwartet aus dem Programm nahm.

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Gestaltung:
Agnes Otzelberger
Eva Atzmüller
Gerd Valchars

 

Female Consequences – Popmusik und Feminismus

Das Verhältnis zwischen Popmusik und Feminismus ist kein einfaches. Popmusik kann weder als unhinterfragter Hort männlicher Dominanz, noch als freie Spielwiese emanzipativer Praktiken gesehen werden. Dass beide Ansichten verkürzt sind, zeigt der Reader „Female Consequences“, der unlängst zum Thema erschienen ist. Popmusik erscheint hier als vielschichtiges Feld, das Möglichkeiten der Selbstermächtigung von Frauen und der Infragestellung der Hegemonie weißer Männlichkeit bietet. Das Buch handelt aber auch von den hartnäckigen Gegentendenzen in der Popmusik, die sich in allgegenwärtigem Sexismus, Homophobie und Rassismus niederschlagen. Ein Studiogespräch mit der Herausgeberin des Buches, Rosa Reitsamer und Vina Yun, Verfasserin eines Kapitels des Readers.

Weitere Beiträge:
– Im Gespräch: Heinz Patzelt (ai-Österreich) über die Notwendigkeit einer neuen EU-Menschenrechtspolitik
– Private Videoüberwachung: Hans Zeger von der ARGE Daten im Telefongespäch

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Gestaltung:
Paul Scheibelhofer
Petra Neuhold
Verena Kozmann
Gerd Valchars

 

Sichtbar und laut. Lesbischer Aktivismus gegen Homophobie

Anfang Dezember letzten Jahres fand eine Veranstaltung zum Thema „Internationaler lesbischer Aktivismus gegen Homophobie“ statt. Über Strategien gegen Diskriminierung berichtete Ulrike Lunacek, Jelena Djordjevic beschrieb die Situation von Lesben in Serbien. Welche Wege des Widerstandes sind in einem Klima der Unterdrückung möglich? Wie gestaltet sich die Präsenz von Lesben innerhalb der Frauenbewegung? Und welche Auswirkungen hat Angst auf die Entwicklung von lesbischem Aktivismus? Dies sind Fragen, die die Rednerinnen zu beantworten versuchten. Radio Stimme bringt Ausschnitte ihrer Schilderungen.

Weitere Beiträge:
– Wenn Arbeit verboten wird – Aspekte illegaler Beschäftigung
– Kolar-Psi – ein sozio-kulturelles Beisl, in dem psychisch und geistig behinderte Erwachsene tätig sind

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Gestaltung:
Eva Atzmüller
Christina Hollomey
Paul Scheibelhofer

 

Rückwärtsgewandt im neuen Jahr!

Einmal im Jahr können auch wir uns dem Mainstream nicht entziehen – und beginnen das neue Jahr rückwärtsgewandt. Wer waren wir 2005? Was haben wir eigentlich getan? (Und wie kann das weitergehen?) Um diese spannenden Fragen zu beantworten, lassen wir einige Radio Stimme-Beiträge des letzten Jahres noch einmal Revue passieren.

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Gestaltung:
Alexander Pollak
Paul Scheibelhofer

 

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