Sendungen 2012

18. Dezember 2012 Mit Groll für eine bessere Welt. Erwin Riess im Gespräch
04. Dezember 2012 „We will rise“ – Refugee Camp im Gespräch
20. November 2012 Das Recht auf ein Leben ohne Gewalt!
06. November 2012 Abschiebung in Online-Foren
16. Oktober 2012 Von der „Integrationslüge“ zur Mehrsprachigkeit
2. Oktober 2012 Autonome Bilder
18. September 2012 Nationalsozialistische Spuren in der Gegenwart
04. September 2012 Erst kommt der Export, dann die Moral
21. August 2012 Polizei-Rassismus – Einzelfall oder Systemfehler?
07. August 2012 „Wem gehört die Stadt?“
17. Juli 2012 „Fragend schreiten wir voran“
03. Juli.2012 Passagierin eines Abschiebeflugs
19. Juni 2012 Aktuelle und musealisierte Besetzungen
05. Juni 2012 Bekannt aus Zeitung, Funk und Fernsehen? Über die medialen Integration von MigrantInnen
15. Mai 2012 Trickywomen, Riot Grrrls and Female Consequences
01. Mai 2012 A typische Arbeitssendung?
17. April 2012 „Ich baue Karotten an, wo ich will!“ -Über wildes Pflanzen in der Stadt
03. April 2012 Pedalrevolution
20. März 2012 Rassismus á la carte
06. März 2012 Woman Native Other
21. Februar 2012 (Lokal)augenscheinliche Augenauswischerei: „Delegationen“ auf der Suche
07. Februar 2012 „KUNST ma ned an Schülling geben?
17. Jänner 2012 Kein Fußbreit den „Untergangstern des Abendlandes“
03. Jänner 2012 23 Stunden in 57 Minuten – der Rado Stimme Jahresrückblick

 

Mit Groll für eine bessere Welt. Erwin Riess im Gespräch

Erwin Riess ist Schriftsteller und langjähriger Aktivist der autonomen Behindertenszene. In seinem aktuellen Roman „Herr Groll im Schatten der Karawanken“ liefert Riess, als Kriminalroman verpackt, eine Zustandsbeschreibung Kärntens und seiner politischen Szenerie, die zwischen zynischer Übertreibung und Kärntner Realität changiert. Mit Radio Stimme spricht der Floridsdorfer mit Wohnsitz in Pörtschach über die politische Situation in Kärnten/Koroška, über Luxushotels, die keine Behinderten im Frühstücksraum sitzen haben wollen, über Behindertenpolitik und über die politische Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung. Und er spricht über den Unterschied zwischen dem Zorn der Wutbürger und den Groll als überlegte und klare gesellschaftliche Grundhaltung gegenüber Menschenrechtsverletzungen.

 

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Gestaltung/Moderation:
Gerd Valchars

Technik:
Alexandra Siebenhofer

Sendungskoordination:
Ida Divinzenz

„We will rise“ – Refugee Camp im Gespräch

Am Samstag dem 24. November setzte sich ein Zug protestierender Flüchtlinge vom Asyllager Traiskirchen nach Wien in Bewegung. Nach einem 35 Kilometer langem Fußmarsch und einer Demonstration in Wien ließen sich die Flüchtlinge und ihre UnterstützerInnen in einem Protestlager vor der Votivkirche in der Wiener Innenstadt nieder. Seit einer Woche ist das Zeltlager im Sigmund-Freud-Park nun Zentrum und sichtbares Symbol der anhaltenden Flüchtlingsproteste, durch die es erstmals in Österreich Flüchtlingen gelungen ist, sich selbst aktiv in die öffentliche politische Auseinandersetzung um die Themen Flucht und Asyl einzubringen, Forderungen zu erheben und Missstände anzuprangern. In einem Beitrag über den Protestmarsch und das Camp und in einem live Studiogespräch kommen protestierende Flüchtlinge und solidarische UnterstützerInnen zu Wort und diskutieren gemeinsam mit der Politikwissenschafterin Alexandra König über den Diskurs um Asyl in Österreich.

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Gestaltung/Moderation/Technik
Julia Hofbauer,
Alexandra Siebenhofer,
Gerd Valchars

Sendungskoordination:
Julia Hofbauer

Das Recht auf ein Leben ohne Gewalt!

Anlässlich der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser widmet sich Radio Stimme in dieser Sendung den Themen rund um Frauenhandel, Zwangsprostitution und Gewalt gegenüber Frauen.
Aus dem Radio Stimme Archiv wird ein Beitrag gesendet, der die Situation von Betrofffenen Frauen in Österreich schildert. Ein weiterer Programmpunkt ist ein Interview von Radio Dreyeckland mit einer Mitarbeiterin der Organisation La Strada Ukraine, die mit ihrer Hotline ArbeitsmigrantInnen in Not hilft. Ein weiterer Beitrag kommt von Radio Corax und berichtet über die Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES, die auf ihre Aktion „Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!“ aufmerksam machen will.

Ein Radio Stimme Retweet mit Beiträgen von:
– Alexandra Siebenhofer, Radio Stimme
– Radio Corax, Tagesaktuelle Redaktion
– Viktoria, Radio Dreyeckland

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Gestaltung:
Alexandra Siebenhofer,
Radio Corax (Tagesaktuelle Redaktion),
Viktoria von Radio Dreyeckland

Moderation:
Marika

Studiotechnik:
Julia Hofbauer

Sendungskoordination:
Ida Divinzenz

Abschiebung in Online-Foren

Wir alle kennen sie: die Kampfzone Online-Forum. Was aber sagen Artikelkommentare in Online-Foren von Tageszeitungen eigentlich darüber aus, wie ein Thema gesellschaftlich verhandelt wird? Liegen diesen Postings vielleicht auch Annahmen zugrunde, die durchaus von einer Mehrheit der Gesellschaft geteilt werden? Katharina Gruber hat sich diese Fragen gestellt und anhand von Postings in Online-Foren von „derStandard.at“ und „diepresse.com“ den Diskurs zu Abschiebungen analysiert. Radio Stimme hat die Politikwissenschafterin zu einem Studiogespräch geladen und mit ihr über ihre Diplomarbeit gesprochen.

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Gestaltung/Moderation/Technik
Alexandra Siebenhofer
Gerd Valchars

Sendungskoordination
Melanie Romstorfer
Sonja Hofmair

Von der „Integrationslüge“ zur Mehrsprachigkeit

MigrantInnen sind am EU-Arbeitsmarkt deutlich benachteiligt. Eine Studie der OECD vom Dezember 2011 zeigt, dass jeder fünfte Beschäftigte mit Migrationshintergrund weit unter seinem eigentlichen Ausbildungslevel eingesetzt wird. Statt beim Thema Migration über Bildung, Arbeitsmarkt oder Aufstiegschancen zu reden, diskutieren wir über kulturelle Eigenheiten und Religionszugehörigkeit. Zu dieser Feststellung kommen Eva Maria Bachinger und Martin Schenk in ihrem Buch „Die Integrationslüge. Antworten einer hysterisch geführten Auseinandersetzung“. Thematisch haben sich die AutorInnen bewusst der bisher wenig diskutierten Aspekte angenommen: Altern in der Migration, Gesundheit, Geburt, Pflege, Bildungsverwertung, die konkrete Arbeitswelt mit ihren prekären Jobs. Die Autorin Eva Maria Bachinger im Interview mit Radio FRO. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem Projekt „Teach first“, Mehrsprachigkeit in Alltag und Schule sowie im Radio. Radio Stimme hat Beiträge aus dem Audioportal freier Radios zusammengetragen.

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Gestaltung
Anita Klinglmair, Radio FRO, Radio Corax, Radio Dreyeckland

Moderation
Gerd Valchars

Studiotechnik
Ida Divinzenz

Sendungskoordination
Anita Klinglmair

Autonome Bilder

Radio Stimme beschäftigt sich in dieser Sendung mit der medialen Spurensuche von sozialen und politischen Kämpfen. Die visuelle Repräsentation sozialer Kämpfe steht im Mittelpunkt eines im Rahmen der Wienwoche von Kinoki kuratiertem Filmprogrammes. „Sich Gehör verschaffen“ ist Thema des Films „Sachamanta“ indem sich gegen Landraub kämpfende KleinbäuerInnen über selbstverwaltete freie Radios vernetzen. Wie wirksam Adbusting und Interventionen im öffentlichen Raum sein können wenn es darum geht, auf marginalisierte Gruppen aufmerksam zu machen, hat jene KünstlerInnengruppe gezeigt, die kurzerhand einen Bettelbeauftagten für die Stadt Wien ernannte. Radio Stimme bringt Interviews mit KünstlerInnen aus diesen drei Projekten.

Mit einem Radio Stimme Retweet von „Radioaktivist_innen auf Wienwoche“.

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Gestaltung
Ida Divinzenz
Alexandra Siebenhofer
Gerhard Kettler

Moderation
Alexandra Siebenhofer

Koordination
Petra Permesser

Technik
Ida Divinzenz

Nationalsozialistische Spuren in der Gegenwart

Im realen Kärnten tummelten sich dieses Wochenende SS-Veteranen beim Ulrichsbergtreffen. In einem fiktiven Ort in Niederösterreich inszenieren antifaschistische Aktivist_innen eine Störaktion beim alljährlichen Kameradschaftsbundtreffen. Eine dieser Aktivist_innen ist die Ich-Erzählerin Pippa Dorn. In Lilly Axters Roman „Dorn“ findet sie durch Zufall heraus, dass ihre Großmutter aktive Nationalsozialistin war und setzt sich fortan mit ihrem NS-Familienerbe auseinander. Radio Stimme hat das Buch aus dem Zaglossus-Verlag gelesen.

Weitere Sendungsthemen:
„Hey, Opa, warum warst du auch so ein Scheiß-Nazi?“

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Gestaltung
Petra Permesser
Jana Sommeregger
Gerd Valchars

Moderation
Ida Divinzenz

Koordination
Alexandra Siebenhofer

Technik
Teresa Peintinger

Erst kommt der Export, dann die Moral

Die Erfahrung der letzen Jahre zeigt ganz deutlich, dass Überwachung von elektronischer Kommunikation in Diktaturen vor allem dazu eingesetzt wird, Protestbewegungen niederzuschlagen und RegimegegnerInnen zu verfolgen. Der Export von Überwachungstechnologie ist daher um nichts weniger gefährlich als der Export von Waffen. Trotzdem wurden auch Länder wie der Iran, Syrien, Ägypten und Bahrain mit europäischer Überwachungstechnologie versorgt. Radio Stimme untersucht die Hinterründe der Problematik und beleuchtet das Problem fehlender Exportkontrollen für diese Technologien.

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Gestaltung
Alexandra Siebenhofer

Moderation
Teresa Peintinger

Koordination
Julia Hofbauer

Technik
Gerd Valchars

Polizei-Rassismus – Einzelfall oder Systemfehler?

Ethnic Profiling, also die Durchführung von Polizeikontrollen nach rassistischen Gesichtspunkten, so etwas würde die österreichische Polizei natürlich nie tun. Sagt sie. Vor wenigen Wochen wusste der ORF anderes zu berichten. Bei Schwerpunktkontrollen im Bereich der Wiener U-Bahnen seien vor allem Personen mit „ausländischem Erscheinungsbild“ angehalten und kontrolliert worden. Radio Stimme bringt die Wiederholung einer Live-Studiodiskussion aus dem Jahr 2009. Heinz Patzelt (Generalsekretär von Amnesty International), Rudolf Gollia (damaliger Sprecher des Innenministeriums) und Walter Suntinger (Menschenrechtskonsulent, Polizeitrainer und damals Mitglied einer Kommission des Menschenrechtsbeirats) diskutierten über rassistische Diskriminierung im österreichischen Polizeisystem.

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Gestaltung
Alexander Pollak,
Gerd Valchars

Gäste
Heinz Patzelt,
Rudolf Gollia,
Walter Suntinger

Moderation
Anita Klinglmair

Koordination
Gerd Valchars

Technik
Gerd Valchars

„Wem gehört die Stadt?“

Immobilienspekulationen, Securities am Bahnhof, Polizeikontrollen in der U-Bahn, Überwachungskameras überall. In einem Schwerpunkt beleuchtet Radio Stimme die Frage, wem die Stadt eigentlich gehört – und wem nicht.

Wir sprechen mit Bewohner_innen des Hauses in der Mühlfeldgasse 12 im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Dort wird von den Eigentümer_innen seit Jahren versucht, Mieter_innen mit unbefristeten Mietverträgen zum „freiwilligen“ Auszug zu bewegen. Eine Strategie der aktuellen Eigentümerin, das Haus der autonomen Szene zur Nutzung zu überlassen, um so den Widerstand der Mieter_innen zu brechen, ging nicht auf. Alte und neue Bewohner_innen solidarisierten sich, im Erdgeschoß entstand die selbstverwaltete Gemeinschaftsküche „Pizzeria Anarchia“. Anlässlich des Räumungsversuchs vor einigen Tagen sprechen wir mit Bewohner_innen des Hauses.

Weitere Sendungsthemen:
Wir Bleiben Alle?! – Gespräch mit Andrej Holm über Interventionen gegen die Kapitalistische Stadt (Radio Corax)
Stadtumstrukturierung in Hamburg – der Film „Empire St. Pauli – von Perlenketten und Platzverweisen“ (Radio Z)

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Gestaltung
Sonja Hofmair,
Alexandra Siebenhofer, Radio Corax, Radio Z

Moderation
Marika

Koordination
Sonja Hofmair

Technik
Alexandra Siebenhofer

„Fragend schreiten wir voran“

So lautet der wohl bekannteste Slogan der Zapatistischen Bewegung. Mittlerweile sind die Zapatistas zu einem Vorbild für viele soziale Bewegungen geworden, die sich gegen neoliberale Politik und für eine autonome Selbstverwaltung sowie die Wahrung indigener Minderheitenrechte einsetzt. Radio Stimme widmet sich in dieser Sommerausgabe einer inspirierenden Bewegung aus Mexiko, unter anderen mit zwei Retweet Beiträgen von Radio Corax und Radio Dreyeckland Freiburg.

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Gestaltung
Ida Divinzenz,
Marika,
Sonja Hofmair,
Teresa Peintinger,
Radio Corax,
Radio Dreyecksland

Moderation
Alexander Pollak

Koordination
Ida Divinzenz

Technik
Alexandra Siebenhofer

Passagierin eines Abschiebeflugs

Ein ganz normaler Flug nach Brüssel. Donnerstagmorgen, Flughafen Schwechat. Unausgeschlafen und noch etwas müde stellt man sich in einer Schlange beim Check-In-Schalter an. Alles Routine. Bis man von ein paar Leuten angesprochen wird. Sie halten Dir einen Flyer hin und erzählen, dass auf deinem Flug eine Abschiebung stattfinden soll. Radio Stimme hat ein Interview mit Cornelia Brüll gemacht, die zufälligerweise am selben Flug gebucht war, auf dem die Abschiebung von Omar Dibba stattfinden sollte. Wie hat sie reagiert? Wie waren die Reaktionen der anderen Fluggäste, des Flugpersonals und der Polizei? Und: Was würde sie beim nächsten Mal anders machen?

Eine Radio Stimme Sendung mit einem Retweet-Beitrag aus dem Radio Stimme Archiv..

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Gestaltung
Gerd Valchars,
Paul Scheibelhofer, Christina Hollomey

Moderation
Marika Nitu

Koordination
Alexander Pollak

Technik
Teresa Peintinger

Aktuelle und musealisierte Besetzungen

In der Nacht auf den 16. Juni 2012 wurde in Graz das leerstehende Haus Grazbachgasse 43-45 besetzt. Die Aktivist_innen fordern für „Tortuga“, wie sie das Haus nennen, ein Selbstverwaltetes Soziales Zentrum. 36 Jahre zuvor stellten die Aktivist_innen der Arena-Besetzung im Wiener
Auslandsschlachthof ähnliche Forderungen, was momentan in der Ausstellung „Besetzt! – Kampf um Freiräume seit den 70ern“ im Wien Museum thematisiert wird. Radio Stimme hat mit den Aktivist_innen von „Tortuga“ gesprochen, war in der Ausstellung im Wien Museum und berichtet vom akut räumungsbedrohten „Institut für vergleichende Irrelevanz“ in Frankfurt.

Eine Radio Stimme Sendung mit einem Retweet-Beitrag vom Bildungsmagazin der Wüsten Welle (Tübingen).

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Gestaltung
Melanie Romstorfer,
Petra Permesser
Bildungsmagazin (Wüste Welle)

Moderation
Marika Nitu

Koordination
Petra Permesser,
Teresa Peintinger

Technik
Teresa Peintinger

Bekannt aus Zeitung, Funk und Fernsehen? Über die medialen Integration von MigrantInnen

daStandard, M-Media, Bum oder Haber Magazin – in den letzten Jahren wurden auch in Österreich MigrantInnen vermehrt als MedienkonsumentInnen und JournalistInnen entdeckt. Damit wurden erste Schritte zur medialen Integration gesetzt, als vollständig in der Medienlandschaft etabliert können MigrantInnen aber noch lange nicht bezeichnet werden. Bei Radio Stimme diskutieren Clara Akinyosoye (Chefredakteurin von M-Media), Stefan Beig (Wiener Zeitung) und Karin Zauner (Kommunikationswissenschafterin) darüber, welche unterschiedlichen medialen Bedürfnisse MigrantInnen haben, wie sich Medien MigrantInnen weiter öffnen können und wie sich das Verhältnis von Medien und MigrantInnen in anderen vergleichbaren Ländern darstellt.

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Moderation
Anne Erwand
Gerd Valchars

Gäste:
Clara Akinyosoye
Stefan Beig
Karin Zauner

Koordination
Marika Nitu

Technik
Luci Pajer

Trickywomen, Riot Grrrls and Female Consequences

Festivals für Frauen von Frauen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Radio Stimme widmet sich in dieser Sendung unter anderen dem Trickywomen Festival. Es ist weltweit das einzige Festival, dass sich auf AnimationsFilmKunst von Frauen konzentriert und fand bereits zum 11ten Mal in Wien statt. Mittlerweile ist das Insider Festival zum Treffpunkt für die internationale Trickfilmszene geworden. Weitere Sendungsthemen: die Riot-Grrrl Bewegung damals und heute und das widersprüchliche Verhältnis von Popmusik und Feminismus.

Eine Radio Stimme Sendung mit einem Retweet-Beitrag von Mrs. Pepstein (Radio Blau).

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Gestaltung:
Ida Divinzenz
Mrs Pepstein Radio Blau
Paul Scheibelhofer

Moderation
Jana Reißmann

Koordination
Teresa Peintinger

Technik
Luci Pajer
Julia Hofbauer

 

A typische Arbeitssendung?

„Sag mal – Du hast doch grade nichts zu tun. Erklär mir Arbeit. Arbeit mein Freund – Das wird Arbeit“, sangen „Wir sind Helden“ 2007. Die im Lied folgende Erklärung löst den Begriff „Arbeit“ von der klassischen Erwerbsarbeit los und begreift ihn in einem weiteren Kontext. Auch Radio Stimme beschäftigt sich in der heutigen Sendung mit Arbeit abseits des klassischen Angestelltenverhältnisses. Im einem Interview erzählt die Kommunikationswissenschafterin Julia Hofbauer über ihre Diplomarbeit zu atypischen und prekären Beschäftigungsverhältnissen von Journalist_innen. Und außerdem wagt Radio Stimme einen subjektiven Blick auf die Absurditäten im Umgang mit dem AMS.

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Gestaltung
Ida Divinzenz
Petra Permesser
Alexandra Siebenhofer
Gerd Valchars

Moderation
Alexander Pollak

Koordination
Anne Erwand
Petra Permesser

Technik
Gerd Valchars

 

„Ich baue Karotten an, wo ich will!“ – Über wildes Pflanzen in der Stadt

New York, St. Petersburg, Wien – die Stadtbewohner_innen streifen mit Schaufel und Gießkanne ausgerüstet durch die Nacht, graben Verkehrsinseln um, werfen Lehmkugeln mit Blumensamen und pflanzen Getreide in Hinterhöfen. Städtisches Gärtnern wird immer beliebter und nimmt mittlerweile die unterschiedlichsten Formen an. Ob heimliches Guerilla Gardening im eigenen Wohnviertel oder Pachten von Selbsternteflächen am Stadtrand, die Stadtbewohner_innen basteln sich das Grün ihrer Städte selbst. Was Blumenpflanzen und Gemüseanbau mit politischem Aktivismus zu tun haben, beschäftige Radio Stimme in dieser Gartensendung.

Weitere Sendungsthemen:
– Moosgrafiti – eine botanische Guerillataktik
– Urban Gardening in St. Petersburg – ein Radio Stimme Retweet von Philipp Brugner für dérive – Radio für Stadtforschung.
– Radio Stimme Straßenbefragung: Doktor-D-Punkt-Platz

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Gestaltung
Ida Divinzenz
Petra Permesser
Melanie Romstorfer
Alexandra Siebenhofer
Gerd Valchars

Moderation
Dagmar Urban

Koordination
Ida Divinzenz
Gerd Valchars

Technik
Ida Divinzenz
Melanie Romstorfer

Pedalrevolution

Zum Frühlingsbeginn gibt es bei Radio Stimme Revolution zum Mitmachen. Viele engagierte Menschen zeigen bereits, wie eine alternative Lebensgestaltung über einen so alltäglichen Gegenstand wie das Fahrrad möglich wird. Vom Sattel aus werden Emanzipation und Umweltschutz gelebt und herkömmliche, vom Auto dominierte, Raumnutzungs- und Mobilitätskonzepte in Frage gestellt. Radio Stimme bringt Interviews mit VertreterInnen aus Bikekitchen und Critcal Mass und dem Wiener Radverkehrsbeauftragten. Insofern, dem bike das mike … !

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Gestaltung
Anne Erwand
Susanna Fellner
Teresa Peintinger

Moderation
Melanie Romstorfer

Koordination
Elisa Gamperl
Julia Hofbauer

Technik
Sonja Hofmair
Jana Reissmann

Rassismus à la carte

„Sckokohupf im Wolkenbett“, „Maulwurf im Schnee“ oder auch einfach nur „Schokokuchen mit Schlag“. Bei der Suche nach positiv assoziierten Namen für eine Nachspeise wären der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Was nach einer klassischen Marketingaufgabe klingt, scheitert seit Jahren an Werbe – und Gastronomiefachleuten, die sich darauf versteifen lieber althergebrachte rassistische Namen zu verwenden. Die Wirtschaftskammer findet das unvernünftig und empfiehlt, beleidigende Begriffe in Speisekarten nicht mehr zu verwenden. Was für viele seit Jahren selbstverständlich ist, empört andere in schier grenzenlosem Ausmaß. Vor allem die Tatsache, dass diese Debatte überhaupt geführt wird, erregt einige maßlos. Radio Stimme gibt ihnen Recht: wir hätten tatsächlich Besseres zu tun, als uns einer Diskussion zu widmen, in der seit Jahren schon alles klargestellt ist. Aber weil die VertreterInnen des österreichischen Speisekartenrassismus scheinbar immer noch nicht genug haben, widmen wir uns noch einmal ausführlich der Tatsache, dass es keinen einzigen Grund dafür gibt, Speisekarten weiterhin mit Beleidigungen vollzustopfen.

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Gestaltung
Susanna Fellner
Petra Permesser
Alexandra Siebenhofer
Gerd Valchars

Moderation
Alexandra Siebenhofer

Koordination
Susanna Fellner
Alexandra Siebenhofer

Technik
Teresa Peintinger
Susanna Fellner

Woman Native Other

Woman Native Other – Postkolonialität und Feminismus schreiben, lautet der Titel des Buches von Trinh T. Minh-ha, das mittlerweile zum Klassiker postkolonialen Schreibens geworden ist. Woman Native Other ist ein vielschichtiger poetischer Text, der das wissenschaftliche Schreiben, den Sprech- und Schreibakt kritisch reflektiert und zu jedem Zeitpunkt eine hierarchisierende Eindeutigkeit vermeiden will. Im Mittelpunkt der Kritik steht die westliche Wissenschaft und ihre Auseinandersetzung mit dem Konzept des Anderen – Woman – Native – Other. Trinh T. Minh-has Text verbindet so die postkoloniale mit der feministischen Theorie und dekonstruiert die Machtverhältnisse und den Machtanspruch der weißen westlichen Wissenschaft und bietet innovative Ansätze für jede Beschäftigung mit kultureller Hybridisierung. Radio Stimme beschäftigt sich in dieser Schwerpunktsendung anlässlich des Frauentages mit diesem wegweisenden Text.

Weitere Sendungsthemen:
– Spraydosenfeminismen: Piktogramme & Geschlechterverhältnisse
– Die weibliche Seite der Stadt

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Gestaltung
Ida Divinzenz
Sonja Hofmair
Petra Permesser

Moderation
Anne Erwand

Koordination
Sonja Hofmair

Technik
Teresa Peintinger
Julia Hofbauer

(Lokal)augenscheinliche Augenauswischerei: „Delegationen“ auf der Suche

Seit Jahrzehnten wird die Gesetzgebung rund um Flucht, Migration und Asyl immer restriktiver. Zu gut lässt sich mit autoritärer Strenge gegenüber Asylsuchenden politisches Kapital schlagen. NGOs sind oftmals die einzigen, die als kompetent wahr genommen werden, wenn es um die Realität von Flüchtlingen geht – sei es im Herkunftsland oder innerhalb der EU. PolitikerInnen reagieren darauf mit dem Versuch, sich ebenfalls den Anschein von Sachkompetenz zu geben. „Delegationen“ werden hierzu auf „Lokalaugenschein“ in Herkunftsländer geschickt. Sowohl die FPÖ als auch der Landtag Baden-Württenbergs haben vor kurzem PolitikerInnen nach Tschetschenien und in den Kosovo entsandt. Wenig verwunderlich ergeben die Gespräche mit offiziellen RegierungsvertreterInnen vor Ort das Bild einer heilen Welt, in der keinerlei Bedrohung für RückkehrerInnenn bestünde.

Weitere Sendungsthemen:
Interviews mit Anni Knapp von der Asylkoordination, Alexander Pollak von SOS Mitmensch, und der Russlandexpertin Susanne Scholl

Eine Radio Stimme-Sendung mit einem Retweet-Beitrag von Niels Wätzel (Radio Dreyeckland, Freiburg)

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Gestaltung
Alexandra Siebenhofer
Teresa Peintinger

Moderation
Teresa Peintinger

Koordination
Dagmar Urban

Technik
Petra Permesser

 

„KUNST ma ned an Schülling gebn?“

Wer in Österreich Kunst studieren will und die „falsche“ StaatsbürgerInnenschaft besitzt, braucht vor allem Geld. Gegen strukturelle Diskriminierung und soziale Selektion der österreichischen Fremdengesetzgebung protestierten Studierende der Akademie der Bildenden Künste mit der „Artists Activists Auction against Racism“, einer Kunstauktion der besonderen Art. Ihre Überzeugung: Kunst kann nicht außerhalb unseres täglichen Lebens stehen, das durch die politischen Rahmenbedingungen geschaffen wird. Radio Stimme beschäftigt sich in dieser Schwerpunktsendung mit Kunst als Mittel politischer Interaktion und berichtet von künstlerischen Initiativen, die gegen strukturelle Ausgrenzung kämpfen, von diesen möglicherweise aber auch selbst betroffen sind.

Weitere Sendungsthemen:
Ein Interview mit dem Künstler Oliver Ressler, dessen Projekt „Wahlen sind Betrug“ von der Tiroler Landesregierung zensuriert wurde sowie Positionen aus der garage x zum Thema „Kunst als Lösung sozialer Probleme? Die Verwechslung von postmigrantischer Kultur mit Sozialarbeit“.

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Gestaltung
Ida
Divinzenz
Anne Erwand

Anita Klinglmair

Teresa Peintinger

Moderation
Gerd Valchars
Koordination
Anita Klinglmair
Technik
Elisa Gamperl
Dagmar Urban

Kein Fußbreit den “Untergangstern des Abendlandes”

Politische Kriminelle, die gegen religiöse, ethnische oder nationale Minderheiten hetzen und dabei mit der Angst vor dem Untergang spielen: Das sind, frei nach Karl Kraus, die „Untergangster des 21. Jahrhunderts“. Jährlich rufen sie im Rahmen des WKR-Balls zum Tanz in die Wiener Hofburg. Radio Stimme setzt sich in dieser Schwerpunktsendung mit der internationalen rechten Vernetzung in Europa und dem Widerstand gegen die „Untergangster“ auseinander und bringt einen Beitrag über die Gedenk- und Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus sowie eine Rezension von Heribert Schiedels neuem Buch „Extreme Rechte in Europa“.

Weitere Sendungsthemen:
Radio Stimme Straßenbefragung: Schlesingerplatz

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Gestaltung
Susanna Fellner
Teresa Peintinger

Petra Permesser
Alexander Pollak

Moderation
Ida Divinzenz
Koordination
Julia Hofbauer
Technik
Sonja Hofmair

23 Stunden in 57 Minuten – der Radio Stimme Jahresrückblick

Keine linken Antworten auf Frauenfußball. Keine Sprachbildung von Cyberpornographie. Keine Geschlechterdifferenz von Minderheiten. Kein Mbeng na Thomas Pogge. Kein Trialog der Mehrsprachigkeit. Kein Kampf für solidarische Attentate. Kein Queering the MigrantInnenstreik. Nichts von alledem, und doch das alles und viel mehr finder sich im Radio Stimme Jahresrückblick. Dieser fasst in 57 Minuten die 23 Sendungen des Jahres 2011 zusammen.

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Gestaltung
Elisa Gamperl
Julia Hofbauer
Sonja Hofmair
Anita Klinglmair
Marika
Petra Permesser
Alexander Pollak
Melanie Romstorfer
Paul Scheibelhofer
Gerlinde Scholler
Alexandra Siebenhofer
Alex Tolios
Dagmar Urban
Gerd Valchars

Copyright © 2018.

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