Sendungen 2004

 28. Dezember 2004

 Rückwärtsgewandt ins neue Jahr!

 14. Dezember 2004

 (F)rohe Weihnacht

 30. November 2004

 „Hey Opa, warum warst Du auch ein Scheiß-Nazi?“

 16. November 2004

 Das Echo verhallt

 2. November 2004

 Alter

 19. Oktober 2004

 Saubere Kleidung?

 5. Oktober 2004

 Ambivalenter Feminismus in der Türkei

 21. September 2004

 Sprache Macht Gesellschaft

 7. September 2004

 Konfrontation mit Zeitgeschichte

 24. August 2004

 Jean Ziegler, das Neue Schwarzbuch Markenfirmen und Separee

 10. August 2004

 Männlichkeit und Krieg

 27. Juli 2004

 Unbegründet Sitzen

 13. Juli 2004

 Und der nächste Sommer kommt bestimmt …

 29. Juni 2004

 Keine Rote Karte für Integration

 15. Juni 2004

 Was es heißt, weiß zu sein

 1. Juni 2004

 Identitätspolitik: Kosten und Nutzen

 18. Mai 2004

 Einmal Extra-Large für alle, bitte!

 4. Mai 2004

 Feindbild AsylwerberInnen (WH)

 20. April 2004

 LesBiSchwul, Transgender … und MigrantIn

 6. April 2004

 Die Hundeesser

 23. März 2004

 Arme reiche Welt

 9. März 2004

 „Und schreibe aufs Blatt meine Gefühle“

 24. Februar 2004

 Haben schon gewählt?

 10. Februar 2004

 Feindbild AsylwerberInnen

 27. Jänner 2004

 ArbeiterInnen kamen – Menschen sind geblieben

 13. Jänner 2004

 Thema Sexarbeit

 

Rückwärtsgewandt ins neue Jahr!

Einmal im Jahr können auch wir uns dem Mainstream nicht entziehen – und beenden das Jahr rückwärtsgewandt. Wer waren wir 2004? Was haben wir eigentlich getan? (Und wie kann das weitergehen?) Um diese spannenden Fragen zu beantworten lassen wir einige Radio Stimme-Beiträge dieses Jahres noch einmal Revue passieren. Außerdem bringen wir einen Überblick über die wichtigsten politischen und kulturellen Ereignissen im Themenbereich Minderheiten und Menschenrechte in Österreich.

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Gestaltung:
Paul Scheibelhofer
Alexander Pollak

 

(F)rohe Weihnacht

Damit in Industriestaaten billig eingekauft werden kann und Unternehmensgewinne steigen, verletzen Produktionsbetriebe in Niedriglohnländern die Menschenrechte der ArbeitnehmerInnen. PhilosophInnen, JuristInnen und ÖkonomInnen suchten im Rahmen der Internationalen Menschenrechtskonferenz am 3. und 4. Dezember in Wien gemeinsam einen Ausweg. Radio Stimme berichtet.

Weitere Beiträge:
– Huainigg gegen ‚Licht ins Dunkel‘
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Monika Treipl
Maria Bruck
Gerd Valchars

 

„Hey Opa, warum warst Du auch so ein Scheiß-Nazi?“

Im Umfeld der Wehrmachtsausstellung 2002 in Wien führten die beiden WissenschafterInnen Ines Garnitschnig und Stephanie Kiessling eine Studie unter Jugendlichen durch, die deren Umgang mit dem Thema Nationalsozialismus beleuchtete. Die Studie versuchte die Frage zu beantworten, wie in Österreich lebende Jugendliche mit dem im Schulunterricht vermittelten Faktenwissen und den Erzählungen aus der eigenen Familie umgehen. Die beiden AutorInnen der soeben publizierten Studie sind zu Gast im Studio.

Weitere Beiträge:
– Vereinsportrait Ninlil
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Moderation und Gestaltung:
Gerd Valchars
Christina Hollomey

 

Das Echo verhallt

Hat ein Jugendverein, der sich nicht um alle Jugendlichen kümmert, sondern nur um solche, die einer ganz bestimmten gesellschaftlichen Diskriminierung ausgesetzt sind, eine Existenzberechtigung? Geht es nach der Wiener Stadtpolitik, dann lautet die Antwort: Nicht mehr. Der seit 1996 von der Stadt Wien geförderten Jugendverein Echo, der sich vornehmlich um Jugendliche der zweiten und dritten MigrantInnengeneration kümmert, soll ab kommendem Jahr keine Subventionen mehr erhalten. Wir bringen die Zusammenfassung und Kommentierung einer Podiumsdiskussion dazu.

Weitere Beiträge:
– Zum Thema Frauenhandel
– Film als „transnationale Projektionsfläche“: Strategien der Reflexion von Macht, Identität und Repräsentation
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Alexander Pollak
Monika Treipl
Elisabeth Huber
Petra Neuhold

 

Alter

In Gesellschaften, die auf Schönheit und Jugendlichkeit fokussieren, ist die Frage nach dem Alter eine selten gestellte. Gleichzeitig scheint das Alter einer gewissen Abwertungstendenz zu unterliegen; andererseits wird Alter im zunehmend Maße als illegitimer Grund für Diskriminierung in Beruf und Alltag anerkannt. Das Thema „Alter“ ist damit in einer vergreisenden Gesellschaft ein Thema mit Zukunft. Radio Stimme nähert sich diesem Thema in einer Schwerpunktsendung aus verschiedenen Blickwickeln: neben „Jugendfaschismus“ und Generationenkonflikt werden auch die Relativität von Alter und das Tabuthema „Sex und Alter“ behandelt.

Weitere Beiträge:
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Christof Sorge
Georg Brunner
Elisabeth Huber
Christina Hollomey
Petra Neuhold

 

Saubere Kleidung?

Jeder kauft regelmäßig Kleidung. Beim Kleidungskauf achtet man auf Qualität, Preis und Farbe, aber selten fragt man auch danach, wo sie produziert wurde, und noch seltener: Unter welchen Bedingungen für die ArbeiterInnen? Die Clean-Clothes-Kampagne stellt diese Fragen: Wo und unter welchen Bedingungen wird (Marken-)Kleidung produziert?
Radio Stimme berichtet über die Clean-Clothes-Kampagne, ihre Ziele und Aktionen und zeigt mögliche Alternativen beim Kleidungskauf auf.

Weitere Beiträge:
– AusländerInnenwahlrecht in Graz?
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

Sendung noch nicht im Archiv

Gestaltung:
Elisabeth Huber
Barbara Sorge
Gerd Valchars

 

Ambivalenter Feminismus in der Türkei

Die Erlangung gleicher politischer Rechte hat der türkischen Frau den Weg zur erwünschten Emanzipation nicht freigemacht. Symbole, Sprache und Rituale reproduzieren die soziale Wirklichkeit jenseits der Normen des modernen Staates. Ehrkonzepte stabilisieren die männliche Dominanz zusätzlich und schaffen eine Geschlechterordnung als selbstregulierendes System. So lautet die Analyse der Historikerin Jale Akcil, die ihre Diplomarbeit einer Analyse der türkischen Frauenbewegung gewidmet hat. Im Studio zu Gast berichtet sie über ihre Erkenntnisse zum Geschlechterverhältnis in der Türkei, dem türkischen Feminismus und mögliche Einflüsse durch die Europäische Union.

Weitere Beiträge:
– Wozu noch Minderheiten? Zusammenfassung einer Diskussion
– Kampagne nullkommasieben
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Moderation und Gestaltung:
Christina Hollomey
Barbara Sorge
Dago Kogoj

 

Sprache Macht Gesellschaft

Wer bestimmt die Bedeutung von Worten? Was macht ein Wort politisch un/korrekt? Wie bekommen wertneutrale Ausdrücke ihre negative Konnotationen und wie kann man mit negativ besetzten Ausdrücken und Sprachbildern umgehen?
Welche Bedeutung kann Sprache für gesellschaftliche Gruppen und Bewegungen haben? Ist Sprache lediglich ein Abbild gesellschaftlicher Verhältnisse und Machtbeziehungen oder kann sie diese auch verändern oder zementieren? Dazu diskutiert Radio Stimme mit der Sprachphilosophin Eva Waniek (Universität Wien), der Germanistin Ulrike Steiner (Redaktion des Österreichischen Wörterbuches) und dem Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici.

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Moderation:
Gerd Valchars

 

Konfronation mit Zeitgeschichte

Ein Studiogespräch zur Frage, wie sich das Thema „Nationalsozialismus“ heute, knapp sechzig Jahre nach Kriegsende, Jugendlichen vermitteln läßt. Zu Gast im Studio sind die HerausgeberInnen des Buches „In einer Wehrmachtsausstellung. Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung“ Charlotte Martinz-Turek und Nora Sternfeld vom Kunst- und Kulturvermittlungsbüro trafo.K.

Weitere Beiträge:
– Exklusiv bei Radio Stimme: ein Interview mit dem Sommerloch
– Forum gegen Antisemitismus
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Moderation und Gestaltung:
Alexander Pollak
Paul Scheibelhofer

 

Jean Ziegler, das Neue Schwarzbuch Markenfirmen und Separee (Sommeredition, WH)

Für unsere aktuelle Sommerausgabe von Radio Stimme haben wir folgenden Beiträge aus dem letzten und dem heurigen Jahr zusammengestellt:
Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler referiert über „die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher“, das Neue Schwarzbuch Markenfirmen, deckt erneut die „Machenschaften der Weltkonzerne“ auf und das Erotikfachgeschäft Separee, bietet alles für Frauen, und solche, die Frauen lieben.

Weitere Beiträge:
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Lisi Huber
Gerd Valchars

 

Männlichkeit und Krieg (Sommeredition, WH)

Denken wir an Krieg, so stellen sich schnell die üblichen Bilder von wütenden Männern und wehrlosen Frauen und Kindern ein. Diesem Bild folgend, kann dann Männlichkeit als die Wurzel des Übels erachtet werden. Männer scheinen eine Affinität zu Aggression und Zerstörung zu haben, während Frauen nach Eintracht und Symbiose suchen. Sehen wir jedoch genauer hin, so tun sich komplexere Zusammenhänge zwischen dem Krieg und Geschlechterverhältnissen auf. Ganz bestimmt stehen diese beiden in Beziehung, aber über die Art dieser Beziehung kann einiges gesagt werden.

Weitere Beiträge:
– Courage – Beratungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

Gestaltung:
Paul Scheibelhofer

 

Unbegründet Sitzen (Sommeredition, WH)

Paragraph 78 der Straßenverkehrsordnung regelt das Verhalten auf Gehsteigen im Ortsgebiet. Der Skurrilität nicht genug, daß es eines solchen Paragraphen bedarf, stellt dieser das „unbegründete Stehenbleiben“ unter Strafe. Und so dient er unter mißbräuchlicher Anwendung nur allzu oft Polizei und Stadtverwaltung dazu, Menschen, die nicht ins Stadtbild passen, das Leben schwer zu machen. Wer nach Ansicht der Polizei „unbegründet stehenbleibt“ riskiert eine Strafe von Euro 70,– oder 72 Stunde Ersatzfreiheitsstrafe. Wer also „unbegründet stehenbleibt“ muß sitzen. Radio Stimme berichtet über einen seltsamen Paragraphen der österreichischen Rechtsordnung.

Weitere Beiträge:
– Wertewandel und Globalisierung. Zusammenfassung eines Vortrags
– Kolar Psi – ein sozio-kulturelles Beisl, in dem psychisch und geistig behinderte Erwachsene tätig sind
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

Gestaltung:
Paul Auer
Gerd Valchars
Alexander Pollak
Paul Scheibelhofer

 

Und der nächste Sommer kommt bestimmt… (Sommeredition, WH)

Pläne werden geschmiedet, Tickets gekauft, Koffer gepackt – aber was ist drin: Rassismus oder Respekt? Radio Stimme beleuchtet rassistische Strukturen im Tourismus und fragt: Kann es faires Reisen überhaupt geben?

Weitere Beiträge:
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

Gestaltung:
Christina Hollomey
Paul Scheibelhofer

 

Keine Rote Karte für Integration

Das wollen BetreuerInnen und KlientInnen bei dem Projekt INTO der Diakonie. Beide Wissen: Integration ist kein Honiglecken. Sie fällt schwer und wird schwer gemacht, und doch geht es nicht ohne sie. Deshalb soll diese Integrationsaufgabe, vor die Flüchtlinge gestellt werden, so gut wie möglich unterstützt und gefördert werden. Einerseits wird das Recht auf Integration, anderseits die Anstrengungen für Integration von den Flüchtlingen selbst eingefordert.

Weitere Beiträge:
– Medien für Minderheiten. Ein Seminar am Institut für Sprachwissenschaft
– KUSI – Kritisches Denken zu Kultur, Umwelt und Sozialem
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Christina Hollomey
Monika Treipl

 

Was es heißt, weiß zu sein

Eine Studiodiskussion zur Frage, was es in einer rassistischen Welt heißt, weiß zu sein. Wohin führt die (Nicht)-Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle und den eigenen Privilegien in einer auf ausschließenden Strukturen basierenden Gesellschaft? Wir wollen Weißheit als Konzept hinterfragen und die Möglichkeit und Wirkung von Selbsterkenntnis thematisieren.
Diskussionsgäste: Ljubomir Bratic (BUM – Büro für ungewöhnliche Maßnahmen), Araba Evelyn Johnston-Arthur (PAMOJA – Movement of the young African diaspora), Alice Ludvig (Universität Wien)

Weitere Beiträge:
– Amnesty International Jahresbericht 2004
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Moderation und Gestaltung:
Alexander Pollak
Barbara Sorge
Paul Scheibelhofer

 

Identitätspolitik: Kosten und Nutzen

Marginalisierte Gruppen haben es in den vergangenen Jahrzehnten geschafft, unter Einforderung der Anerkennung ihrer Identitäten gesellschaftliches Terrain zu gewinnen. Das trifft für ethnische Minderheiten zu, für Frauen, Homosexuelle oder für Menschen mit Behinderung. Die Forderung nach Anerkennung von Differenzen und damit zusammenhängenden Rechten und Ansprüchen wirft allerdings Fragen auf: Wie definiert sich die Identität einer Gruppe? Kommt es damit automatisch zu einer Festschreibung der reklamierten Identitäten? Wer „darf“ die einzelnen Gruppen repräsentieren oder sich für deren Forderungen einsetzen?
Radio Stimme bringt eine kommentierte Zusammenfassung der Diskussion zu diesem Thema.

Weitere Beiträge:
– BlickBestimmung – Bilder selbstbestimmter Leben
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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mehr darüber in der

STIMME Nachlese
Gestaltung:
Dago Kogoj
Monika Treipl

 

Einmal Extra-Large für alle, bitte!

Die EU-Erweiterung ist schon passiert. Ein XXL-Gebilde mit nicht nur XXS-Problemen. Eine Podiumsdiskussion der Grünen Bildungswerkstatt gemeinsam mit Mercedes Echerer nahm sich einem davon an: Den Roma. EU- BürgerInnen zweiter Klasse? Auch die Roma wurden mit 1. Mai zu mehreren Millionen von der EU verschluckt, ohne daß auf ihre besonderen Bedürfnisse genügend Rücksicht genommen worden wäre. Chancen, Gefahren und nicht wahrgenommene Notwendigkeiten der Erweiterung für die Roma wurden lebhaft diskutiert.

Weitere Beiträge:
– s’Häferl – eine soziale Einrichtung zur Unterstützung Haftentlassener
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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mehr darüber in der

STIMME Nachlese
Gestaltung:
Christina Hollomey
Barbara Sorge

 

Feindbild AsylwerberInnen (WH)

Seit Ende der 1980er Jahre scheint es mit fortschreitender Konsequenz die Strategie des Staates zu sein, alles zu tun, damit möglichst wenige AsylwerberInnen nach Österreich kommen. Und denjenigen, die es nach Österreich geschafft haben, soll es möglichst schlecht gehen. Rechte werden minimiert, Unterkünfte gestrichen, die Betreuung reduziert, AsylwerberInnen öffentlich kriminalisiert.
Warum aber läßt sich mit einer unmenschlichen Asylpolitik und der Ausrufung von „Asylanten“ als Feindbilder so vortrefflich Politik machen? Welche Rolle spielt gesellschaftlicher Rassismus bei der Planung und Durchführung der Asylpolitik und welche Rolle haben NGOs im Asylbereich eingenommen? Radio Stimme bringt die kommentierte Zusammenfassung einer Diskussion zu diesem Thema.

Weitere Beiträge:
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

[Eine Wiederholung des Beitrags vom 10. Februar 2004.]

Gestaltung:
Christina Hollomey
Alexander Pollak
Dago Kogoj

 

LesBiSchwul, Transgender … und MigrantIn

In einer Gesellschaft, die Heterosexualität als Norm proklamiert, haben es Menschen mit „abweichender Sexualität“ schwer. In unterschiedlichen Lebensbereichen müssen sie sich gegen Widerstände behaupten. Haben sie zusätzlich migrantischen Hintergrund, kommen weitere Aspekte hinzu. Neben Mehrfachdiskriminierung seitens der österreichischen Gesellschaft ist ein Coming-Out im Kreise der Verwandten oft schwierig. Über die Situation dieser Menschen, über Probleme und Lösungsstrategien diskutieren wir live im Studio mit Mitgliedern des jungen Vereins ViennaMix.

Weitere Beiträge:
– Irrgelichter im Spiegelgrund. Ein Theaterstück.
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Paul Scheibelhofer
Elisabeth Huber

 

Die Hundeesser

Karl-Markus Gauß berichtet in seinem Werk „Die Hundeesser von Svinia“ (Zsolnay Verlag) mit subjektivem Blick von der Minderheit der Roma in der Slowakei und erzählt fernab von politischer Korrektheit, was er gesehen hat. Er beanstandet, was es zu beanstanden gibt, verwehrt sich jedoch dem moralischen Ton und malt ein Bild der Gemeinschaft der „Degesi“ („Hundeesser“), welche die Kaste der Unberührbaren unter den Roma darstellen.
Radio Stimme führte ein Gespräch mit dem Autor und rezensiert.

Weitere Beiträge:
– Der ZARA Rassismus Report 2003
– Migration in der Kunst, MigrantInnen als KünstlerInnen
– HoMed – Eine Vereinigung homosexueller MedizinerInnen
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Michaela Mayrhofer
Barbara Sorge
Christof Sorge
Dago Kogoj

 

Arme reiche Welt

Eine Kombination aus sozialem Bewusstsein und Literatur gestaltete die Beiträge des heurigen Festivals „Literatur im März“. Wer ist arm – wer reich? Was macht arm? In einer Welt, wo Arm und Reich nur einen Funkenschlag entfernt liegen, wo das eine ohne das andere nicht mehr sein kann, stellen sich AutorInnen dieser vielschichtigen Thematik.
Leben in der somalischen Diaspora und Grundsicherung für alle sind zwei Beispiele, die wir aus dem bunten Spektrum herausgegriffen haben.

Weitere Beiträge:
– Männlichkeitskonstruktionen in der FPÖ
– Separee. Ein Erotik-Shop nur für Frauen
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Christina Hollomey
Monika Treipl
Paul Scheibelhofer
Elisabeth Huber

 

„Und schreibe aufs Blatt meine Gefühle“

Im April 1942 wurden 297 slowenische Familien aus Kärnten vertrieben, zur Zwangsarbeit ins Dritte Reich oder in Konzentrationslager deportiert – im Rahmen der sog. „Aktion K“, einer ethnischen Säuberungsaktion für ein „slowenenfreies Kärnten“. Die junge Kärntner Slowenin Ljudmila Sticker schreibt in dieser Zeit ein Tagebuch, in dem Gedanken und Erlebnisse festgehalten werden. 60 Jahre danach wird dieses verdrängte Kapitel Kärntner Geschichte wieder lebendig: die Regisseurin Nika Sommeregger bringt dieses Tagebuch auf die Bühne.

Weitere Beiträge:
– Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von AsylwerberInnen – Buchpräsentation
– Klageverband gegen diskriminierende Praktiken
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Dago Kogoj
Barbara Sorge

 

Haben schon gewählt?

Die Stadt Graz läßt aufhorchen: sie möchte Migrantinnen und Migranten bei den Rathauswahlen mitreden lassen und ihnen nach fünf Jahren Aufenthalt das Wahlrecht einräumen. Doch das kommunale Wahlrecht ist zum Teil auch in der Verfassung geregelt, der Grazer Gemeinderat mußte sich somit mit einer Petition an den Nationalrat begnügen. Aber welche Chancen bestehen tatsächlich, daß es auf Bundesebene zu einer Änderung der Verfassung und zu einer Ausweitung des Wahlrechts auf Drittstaatsangehörige kommt? Läßt sich die Bundes-ÖVP von ihren ParteikollegInnen aus Graz überzeugen und was sagt Wien dazu, dessen Ausländerwahlrecht gerade von ÖVP und FPÖ vor den Verfassungsgerichtshof gebracht wurde? Ein politischer Rundruf von Radio Stimme.

Weitere Beiträge:
– Kärntner PartisanInnen – Filmabend
– Klageverband gegen diskriminierende Praktiken
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Elisabeth Huber
Monika Treipl
Barbara Sorge
Gerd Valchars

 

Feindbild AsylwerberInnen

Seit Ende der 1980er Jahre scheint es mit fortschreitender Konsequenz die Strategie des Staates zu sein, alles zu tun, damit möglichst wenige AsylwerberInnen nach Österreich kommen. Und denjenigen, die es nach Österreich geschafft haben, soll es möglichst schlecht gehen. Rechte werden minimiert, Unterkünfte gestrichen, die Betreuung reduziert, AsylwerberInnen öffentlich kriminalisiert.
Warum aber läßt sich mit einer unmenschlichen Asylpolitik und der Ausrufung von „Asylanten“ als Feindbilder so vortrefflich Politik machen? Welche Rolle spielt gesellschaftlicher Rassismus bei der Planung und Durchführung der Asylpolitik und welche Rolle haben NGOs im Asylbereich eingenommen? Radio Stimme bringt die kommentierte Zusammenfassung einer Diskussion zu diesem Thema.

Weitere Beiträge:
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Christina Hollomey
Alexander Pollak
Dago Kogoj

 

ArbeiterInnen kamen – Menschen sind geblieben

Migration hat in Österreich eine lange Geschichte. Ein wichtiger Abschnitt wurde 1964 eingeleitet. Damals warb die österreichische Wirtschaftskammer vor Ort in der Türkei und in Jugoslawien um billige Arbeitskräfte.
Wie ist das abgelaufen? Was ist in den 40 Jahren seit damals geschehen? Wer kam und blieb und warum? Was waren die Auswirkungen dieser Anwerbung von Arbeitskräften für die Bevölkerungsentwicklung ganzer Ortschaften in der Türkei? Radio Stimme nimmt die Eröffnung der Ausstellung „Gastarbajteri“ zum Anlass, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Weitere Beiträge:
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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Gestaltung:
Barbara Sorge
Christof Sorge
Gerd Valchars

 

Thema Sexarbeit

Nur wenige Themen sind so umstritten wie das der Prostitution. In allen gesellschaftlichen Lagern herrscht Unklarheit wie sie eingeschätzt werden soll – als brutaler Ausdruck des Patriarchats, als Gefahr für die bürgerliche Familie, als ein Job wie jeder andere? Unterschiedliche Auffassungen führen zu unterschiedlichen Forderungen, Politiken und Polemiken. Einen gesellschaftlichen Diskurs gibt es in Österreich aber nicht. Radio Stimme thematisiert ein heimisches Un-Thema.

Weitere Beiträge:
– ECPAT Österreich, eine nationale Plattform gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern
– Wochenrückblick „Zwei Wochen in einer Stimme“

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mehr darüber in der

STIMME Nachlese
Gestaltung:
Elisabeth Huber
Paul Scheibelhofer
Dago Kogoj

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